
26. April 2006 13:26 Uhr
Codename "Venom" - Neues Kompressions-Feature von IBM
Armonk - IBM bringt ein neues System zur Kompression von Daten auf den Markt, mit dem die benötigte Hardware und damit die Kosten für die Datenspeicherung drastisch reduziert werden können. Die Technologie mit dem Codenamen "Venom" ist ein Feature der von DB2 Viper, das bereits als offene Beta-Testversion verfügbar ist. Frühe Betatester von DB2 Viper konnten mit Venom ihren Bedarf an Speicherplatz sogar um bis zu 70 Prozent reduzieren.
Die Technologie für Venom wurde aus dem Mainframe-Bereich übernommen und steht nun auch für die Plattformen Linux, UNIX und Windows zur Verfügung. "Die Kompression erfolgt bei Venom über einen Dictionary-basierten Ansatz, bei dem wiederkehrende Elemente in Datensätzen durch Verweise auf das Dictionary der entsprechenden Tabelle ersetzt werden. Dies führt zu signifikanten Einsparungen beim Bedarf an Plattenplatz, Hauptspeicher und bei entsprechenden I/O-Operationen", erklärt Wolfgang Müschenborn, Marketing Manager Information Management Software. "Wenn Sie vorher ein Terabyte an Daten z.B. in einer Oracle Datenbank verwaltet haben, benötigen Sie mit Venom nur noch ein halbes Terabyte", ergänzt Bob Picciano, Direktor der Datenbanksparte bei IBM.
Die Datensatz-Kompression von Venom ergänzt andere Kompressionstechniken in Viper wie Werte-Komprimierung, Index-Komprimierung bei Verwendung von Multidimensionalem Clustering und Backup-Komprimierung. Die Vorteile von Venom sollen insbesondere in großen Data Warehouse Umgebungen zum Tragen kommen.
|
|
|