München - Cyber-Gauner haben eine neue Masche: Sie nutzen Blogs, um PCs mit Malware und Viren zu infizieren. Derartige Vorfälle mehren sich alarmierend, warnen die Websense Security Labs. Hacker nutzen die immer beliebteren Blog-Sites zunehmend als Vehikel für die Verbreitung von Viren, Keylogging-Software und bösartigem Code, so genannter Malware. Wie die Websense Security Labs melden, gibt es im Internet bereits tausende solcher verseuchter Blogs, Tendenz steigend.
In den meisten Fällen stellen Betrüger ihre eigenen Blogs auf völlig legitime Host-Sites und laden Malware, Viren oder Keylogger auf die Seite. Nichtsahnende User werden dann mit Massen-Spam-Mails oder Instant Messaging geködert. Wenn sie die dort angepriesenen Links anklicken, gelangen sie auf die verseuchten Blogs, wo sich bösartiger Code, Viren oder Keylogger unbemerkt auf PCs einnisten. Damit sind die Betrüger nicht nur in der Lage, Daten zu löschen oder die Sicherheit von PCs zu gefährden; sie können auch, etwa im Fall der Keylogger, Tastenanschläge aufzeichnen und damit beispielsweise Passwörter oder PIN-Nummern ermitteln, die Anwender in Webformulare eingeben. Gerade hier kann der Schaden ganz erheblich sein.
Die Betrügereien mit verseuchten Blogs nehmen vor allem auch deshalb zu, weil Blogs für Cyber-Gauner besonders attraktiv sind: Die Web-Seiten sind kostenlos, bieten massenhaft Speicherplatz für bösartige Software, verlangen keine Authentifizierung beim Aufladen von Viren und verfügen nur selten über Antiviren-Schutz. Hinzu kommt, dass Blogs immer beliebter werden und immer mehr Surfer anziehen. Die Zielgruppe für die Betrüger wächst also.
|