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WiMax-Durchbruch erst für 2008 erwartet!
26. April 2005 - 18:43 Uhr

Hamburg - Die Telekommunikationsbranche sieht sich im Innovationsstau: Die Hälfte der Fach- und Führungskräfte deutscher Telekommunikationsunternehmen rechnet derzeit nicht mit bedeutenden Produktinnovationen. Herausragende Neuerungen sind nicht vor Anfang 2006 zu erwarten. Die Branche investiert nun vor allem in die Kundenbindung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie "TELCO Trend" der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting. Nicht mehr die Technik soll im gesättigten Telekommunikationsmarkt bestehende Kunden binden und neue Kunden werben, sondern der konkrete Nutzwert für den Anwender.

Die Telekommunikationsbranche wurde mehr als ein Jahrzehnt lang von technischen Innovationen getrieben. Immer neue technische Möglichkeiten eröffneten neue Services und Kundengruppen. Damit ist es - vorerst - vorbei. In diesem Jahr sind kaum solche Innovationen in der Telekommunikationsbranche zu erwarten. Technologien wie DSL oder UMTS bestimmen das Produktportfolio der Telekommunikationsdienstleister, ohne die gewohnten Wachstumssprünge auszulösen. Die Weiterentwicklung des UMTS-Mobilfunkstandards namens High Speed Download Packet Access (HSDPA) zur weiteren Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit wird frühestens 2006 erwartet. Mit dem Durchbruch der kabellosen Netzwerktechnik WiMax, die den Funknetzstandard Wireless LAN (WLAN) ablösen soll, rechnen die Experten von Steria Mummert Consulting nicht vor 2008.

Angesichts der derzeitigen Ruhe an der Technikfront ändern die Telekommunikationsunternehmen ihre Sicht auf den Kunden: Während bislang vor allem mit technischen Innovationen geworben wurde, setzt die Branche nun auf besseren Service und Produkte mit konkretem Mehrwert. Nicht mehr die Technik ist dabei entscheidend, sondern die Anwendungen für die Kunden. Mehr als vier von fünf befragten Fach- und Führungskräften wollen die Anwender so stärker an ihr Unternehmen binden. Zwei Drittel der befragten Entscheider glauben, dass sie Kunden aufgrund besserer Leistungen von der Konkurrenz abwerben können, so die Studie.



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