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Viren-Flut: Zahl der Schädlinge steigt um fast 300 Prozent!
26. April 2005 - 18:24 Uhr

Duisburg - Schon seit einigen Monaten zeichnet sich eine Tendenz zum Launch von großen Variantenanzahlen desselben schädlichen Codes ab, um die Möglichkeit einer Infektion zu erhöhen. Es begann schon 2004 mit Bagle, Netsky oder Mydoom, so dass man heute sagen muss, dass die Anzahl der neuen Viren im Vergleich zum dritten Quartal 2004 um 278 Prozent gestiegen ist. Obwohl keine große Epidemie registriert wurde, gibt es zurzeit also eine hohe Bedrohung und Wahrscheinlichkeit einer Infektion. So verlautet es aus dem Hause des Antiviren-Spezialisten Panda-Software.

Der Mytob Wurm ist ein gutes Beispiel für diesen Trend. Er erschien zum ersten Mal im Februar und zählte zuletzt 74 Varianten. Weitere Beispiele wären Kelvir mit 25 oder Bropia mit 36 Varianten. Diese Art der Strategie infiziert nicht nur Computer ohne adäquate Sicherheitslösung, sondern kann auch die traditionellen Lösungen überfordern. Solche Systeme können nur effektiv gegen Malware vorgehen, wenn sie diese auch erkennen. Das bedeutet die schädlichen Codes müssen zunächst mal von einem Antivirenhersteller entdeckt werden und eine Signaturdatei erstellt werden. Hat die Antimalwarelösung diese Signaturdatei via Update erhalten, kann sie auch wieder effektiv vor Angriffen schützen.

Tägliche automatische Updates sind heute unerlässlich um einen Computer vor Angriffen zu schützen. Genau das versuchen nun die Virenautoren auszunutzen. Wenn sie so viele Versionen auf einmal in Umlauf bringen und die User gerade erst ein Update erhalten haben bleiben weniger als 24 Stunden Zeit, das System zu infizieren, bevor ein erneutes Update abgerufen wird. Um sich vor Angriffen durch dieses Fenster zu schützen, müssen reaktive mit proaktiven Sicherheitslösungen kombiniert werden. Eine Lösung die Codes blocken kann, obwohl sie ihr noch nicht als schädlich durch eine Signaturdatei bekannt gemacht wurden, muss zusätzlich installiert werden, raten die Experten. Denn nur eine solche proaktive Technologie sei in der Lage, Viren zuverlässig zu blocken, obwohl das System noch nicht über eine aktuelle Virussignaturdatei verfügt.



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Mittwoch, 03. Dez. 2008







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