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Unternehmen fürchten E-Mail-Gefahren
26. April 2005 - 17:44 Uhr

München - Die Mehrheit der Unternehmen fühlt sich vor den Sicherheitsbedrohungen und Geschäftsrisiken, die von E-Mails ausgehen können, nicht angemessen geschützt. Dennoch ergreifen viele Unternehmen keine ausreichenden Maßnahmen zu ihrem Schutz. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue, unabhängige Befragung von IT-Sicherheitsexperten. Die Umfrage wurde vom E-Mail-Security-Anbieter MessageLabs in Auftrag gegeben.

Demnach verfügen 41 Prozent der Unternehmen nicht über Richtlinien, anhand derer sie ihr Sicherheitsrisiko beurteilen und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen ableiten könnten. Noch bedenklicher ist, dass 57 Prozent der Unternehmen auch keine formalisierten Prozesse definiert haben, um die Performance und Effektivität ihrer aktuellen Sicherheitsrichtlinien zu überprüfen. Obwohl sie Sicherheits-Software oder -Services nutzen und in vielen Fällen auch gezielt Anti-Viren-, Anti-Spam- und/oder Content-Filtering-Lösungen einsetzen, berichten alle knapp 200 Teilnehmer der Umfrage, sie hätten immer noch das Gefühl, ihr Unternehmen sei massiven Sicherheitsrisiken ausgesetzt.

Online-Betrug wie Phishing oder Datenspionage (36 Prozent), Spam-Mails (34 Prozent) und Remote-Access-Trojaner (31 Prozent) werden von vielen Unternehmen als die wichtigsten aktuellen Bedrohungen angesehen, während Spyware sogar mehr als der Hälfte der Befragten große Sorgen bereitet (54 Prozent). 18 Prozent haben Angst vor Denial-of-Service-Angriffen, die ihren Geschäftsbetrieb vorübergehend zum Stillstand bringen und sich katastrophal auf das Geschäftsergebnis und die Finanzlage ihres Unternehmens auswirken könnten. Ungefähr zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten investieren in entsprechende Lösungen aus Angst vor den finanziellen Folgen, die mögliche Angriffe auf ihre IT-Infrastruktur mit sich bringen würden. 56 Prozent geht es darum, die Vertraulichkeit ihrer Daten zu schützen, 54 Prozent die Geschäftskontinuität und Produktivität sicherzustellen und für 49 Prozent ist die Gewährleistung der Zuverlässigkeit ihrer Kommunikation oberste Priorität.

Trotz des wachsenden Drucks durch die Gesetzgebung machen sich weniger als ein Fünftel der Unternehmen intensivere Gedanken darüber, ob sie E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen implementieren sollten, um gesetzliche Vorschriften einzuhalten. Und das, obwohl bereits 16 Prozent der Unternehmen in einen juristischen Prozess verwickelt waren, in dem E-Mail-Inhalte ein wichtiges Beweismittel darstellten. So scheint es dringend erforderlich, die Unternehmen wachzurütteln und auf die Geschäftsrisiken hinzuweisen, die von E-Mails ausgehen können. Allerdings sind sich nur 51 Prozent der Befragten überhaupt bewusst, dass die Archivierung von E-Mail-Inhalten gesetzlich vorgeschrieben ist, 49 Prozent wissen kaum oder gar nichts darüber. Die Ursache für die fehlende Sorge um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften liegt wohl vor allem in der Unwissenheit der Unternehmen.

Abgesehen von möglichen Auswirkungen auf die Geschäftskontinuität und Produktivität geht von E-Mail-Bedrohungen auch die Gefahr aus, Unbefugten den Zugriff auf wertvolle oder sensible Unternehmensdaten zu ermöglichen. Eine solche Offenlegung vertraulicher Informationen steht unter Umständen nicht nur im Konflikt mit der Gesetzgebung, sondern kann zudem die Glaubwürdigkeit, den Ruf und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens irreparabel schädigen. Trotz der gewaltigen Zunahme der Risiken und des anfallenden Aufwands zur Absicherung entscheiden sich bislang nur 16 Prozent der Unternehmen für das Outsourcing dieser Aufgaben an einen qualifizierten Dienstleister. Ein großer Teil der Befragten (63 Prozent) gibt an, ihr Unternehmen wolle diese Aufgaben auch in Zukunft intern bewältigen.

"Um ihr Risiko effektiv zu reduzieren, sollten die Unternehmen dem Thema E-Mail-Sicherheit auf ihren Vorstandssitzungen höchste Priorität einräumen. Sie müssten einen ganzheitlicheren Ansatz für das E-Mail-Sicherheitsmanagement verfolgen und dabei nicht nur die erforderlichen technischen Maßnahmen ergreifen, sondern auch formalisierte Richtlinien durchsetzen", kommentiert Mark Sunner, Chief Technology Officer von MessageLabs, die Ergebnisse der Umfrage. "Trotz des gegenwärtigen Ansatzes vieler Unternehmen, ihren E-Mail-Verkehr weiterhin intern zu verwalten, werden sich angesichts der zunehmenden Bedrohungen zweifellos immer mehr Unternehmen von den Vorteilen des Outsourcing an einen proaktiven Sicherheits- und Verwaltungs-Service überzeugen lassen."

Sunner nennt auch Gründe für eine derartige Entwicklung: "Vorbeugen ist immer besser als Heilen, genau diesen Ansatz verfolgen proaktive E-Mail-Sicherheits- und Management-Services. Sie sorgen nicht nur für wirklich umfassenden Schutz, sondern auch für eine Reduzierung von Aufwand und Kosten, sowie für erhöhte Transparenz."



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Mittwoch, 03. Dez. 2008







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