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Deutsche Online-Bewerber eher nachlässig
26. April 2005 - 17:42 Uhr

Düsseldorf - Online-Bewerbungen liegen im Trend - und könnten Personaler wählen, in welcher Form sie Bewerbungen generell erhalten würden, gäben sie der digitalen Form den Vorzug. Zu diesem Ergebnis kommt eine Anfang dieses Jahres durchgeführte Befragung, die die europäische Jobbörse StepStone www.StepStone.de unter mehr als 1.800 Personalmanagern in sieben europäischen Ländern durchführte. Mit 81 beziehungsweise 80 Prozent würden vor allem die niederländischen und italienischen Personalverantwortlichen die elektronische Bewerbungsform bevorzugen. Aber auch rund 70 Prozent ihrer Kollegen in Schweden, Dänemark und Belgien sprechen sich für die digitalen Unterlagen aus. Einzig bei den deutschen Managern ist das Verhältnis von Print und Online noch etwas ausgewogener: Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten würde bevorzugt Online-Bewerbungen erhalten und immerhin noch 42 Prozent möchten lieber mittels der traditionellen Printmappe einen ersten Eindruck über den potenziellen Mitarbeiter gewinnen.

Die wachsende Akzeptanz von Online-Bewerbungen bei Unternehmen hat sich auch positiv auf die Qualität der digitalen Bewerbungsmappen ausgewirkt. Waren vor einem Jahr noch 37 Prozent der Personaler der Meinung, Online-Bewerbungen seien oft weniger sorgfältig verfasst, finden das heute nur noch 30 Prozent. Wesentliche Qualitätsverbesserung gab es vor allem in Norwegen, Dänemark und Schweden: Hier kritisieren heute gerade einmal 12 beziehungsweise 17 und 19 Prozent die schlechte Qualität von Online-Bewerbungen. Im Jahr zuvor waren immerhin noch 39 beziehungsweise 33 und 38 Prozent unzufrieden. Am wenigsten Sorgfalt scheinen die deutschen Kandidaten an den Tag zu legen, wenn sie sich über das Internet bewerben: 45 Prozent der Unternehmen bemängeln die schlechte Qualität der Bewerbungen, die sie über das Internet erhalten. Doch selbst hier hat sich die Qualität der elektronischen Bewerbungsform verbessert, denn ein Jahr zuvor lag hier die Zahl noch bei 52 Prozent.

"Es gibt bereits heute zahlreiche Unternehmen, die Bewerbungen ausschließlich in elektronischer Form akzeptieren. Stellensuchende sollten sich darüber im Klaren sein, dass hier das gleiche Maß an Sorgfalt gilt wie bei der klassischen Printmappe, in der zum Beispiel Rechtschreibfehler nichts zu suchen haben", kommentiert Ralf Baumann, Vorstand der StepStone Deutschland AG.



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Freitag, 05. Dez. 2008







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