Hamburg (NeueNachricht) - Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel, verdichten sich bei Siemens die Hinweise, dass der neue Vorstandschef Klaus Kleinfeld bei der Aufsichtsratssitzung am Dienstag nicht nur einen Sanierungsvorschlag für das kränkelnde Handy-Geschäft präsentieren, sondern auch Aussagen zur Zukunft der angeschlagenen Festnetzsparte machen wird. Das berichten Mitglieder des Kontrollgremiums, die vor einigen Tagen Hinweise auf ein Geheimtreffen hoher Siemens-Manager mit Kollegen des kanadischen Telekom-Ausrüsters Nortel am Münchner Flughafen bekamen.
Nortel, vor zwei Jahren von einem Bilanzskandal betroffen, ist seit längerem auf der Suche nach einem Partner und soll Gespräche mit dem finnischen Mobilfunkriesen Nokia geführt haben. Nach Aussagen der Siemens-Insider prüfen die Münchner nun, ob sie mit den bedrängten Kanadiern kooperieren oder eine Beteiligung an Nortel (neun Milliarden Euro Umsatz) erwerben sollen, um gemeinsam ihre Marktmacht zu stärken. Dies hieße, dass Kleinfeld sich nicht komplett von der Kommunikationssparte trennen will, was einige seiner Vorstandskollegen seit längerem fordern. Ein Siemens-Sprecher wollte den Vorgang nicht kommentieren.
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