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26. März 2009
Vattenfall klagt gegen Audioüberwachung im AKW Krümmel
Kiel - Der Energiekonzern Vattenfall klagt gegen eine von der Atomaufsicht für das Kernkraftwerk Krümmel angeordnete Audioüberwachung. Der Betreiber des derzeit stillstehenden AKWs reichte am Mittwoch nach eigenen Angaben beim Oberverwaltungsgericht Schleswig Klage ein. Das für die Reaktorsicherheit zuständige Sozialministerium in Kiel teilte mit, Vattenfall zweifele die Rechtmäßigkeit der Datenauswertung und damit der Anordnung durch die Atomaufsicht an.
Das Ministerium forderte, dass Vattenfall die Anlage zur Audioüberwachung fristgerecht in Betrieb nimmt. Die Behörde hatte Ende Februar angeordnet, dass wie im Cockpit eines Flugzeugs auch in der sogenannten Reaktorwarte des Atomkraftwerks die Kommunikation aufgezeichnet werden müsse. Das soll die Abläufe besser nachvollziehbar machen und mehr Sicherheit bringen. Innerhalb von sechs Monaten müssten geeignete technische Voraussetzungen geschaffen werden.
Vattenfall erklärte am Mittwoch, ein System zur Audioaufzeichnung auf der Kraftwerkswarte zu installieren, dies aber zunächst nicht in Betrieb zu nehmen. Voraussetzung für den Einsatz seien klare Regelungen insbesondere mit Blick auf die Auswertung der Daten und den Datenschutz. Da ein solcher Rechtsrahmen bisher fehle, habe das Unternehmen die Aufsichtsbehörde zur Bildung einer Arbeitsgruppe eingeladen, um die Regelungslücken zu schließen.
Das im schleswig-holsteinischen Geesthacht gelegene AKW Krümmel steht seit Juni 2007 still, als nach einem Kurzschluss ein Transformator ausbrannte. Damals war es in der Reaktorwarte zu einem Missverständnis zwischen zwei Mitarbeitern gekommen.

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