Köln / Boston - Die Domain-Handelsplattform Sedo hat der Internet-Organisation ICANN vorgeschlagen, die Vergabe von einstelligen Domainnamen wie zum Beispiel "O.com" in Form einer Auktion zu gestalten. Mit seinem Vorschlag will das Kölner Unternehmen erreichen, dass die Vergabe der einstelligen Domainnamen öffentlich und für jeden zugänglich gemacht wird und nicht nur großen Konzernen und Unternehmen vorbehalten ist.
Derzeit entscheidet die ICANN darüber, ob die Registrierung von einstelligen Domains künftig ermöglicht werden soll. Parallel hat die Instanz für Internet-Verwaltung angekündigt, die Gebühren für jede registrierte Domain erhöhen zu wollen. Dieses Vorhaben wird allerdings stark kritisiert, somal auch unsicher ist, ob die ICANN überhaupt die rechtliche Befugnis dazu hat.
"Die Vorgehensweise der ICANN steht schon seit einiger Zeit unter internationaler Kritik, und es wäre daher das Beste, wenn Entscheidungen so demokratisch wie möglich gefällt werden würden. Unser Vorschlag könnte bewirken, dass die ICANN durch ein Auktionsverfahren zum einen die Möglichkeit hat, ungenutzte Ressourcen wie diese einstelligen Domainnamen in Kapital zu verwandeln und zum anderen können diese Einnahmen verhindern, dass die Gebühren für Domainregistrierungen steigen, was de facto einer Art 'Internetsteuer' gleichkäme", meint Tim Schumacher, Geschäftsführer der Sedo GmbH.
Sein Unternehmen geht davon aus, dass die Vergabe der 23 einstelligen Domainnamen in Form einer Auktion einen Gesamtwert zwischen 2 und 5 Millionen US-Dollar erwirtschaften könnte.
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