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Auch Österreich diskutiert über Urheberabgaben auf PCs und Drucker
26. Januar 2006 - 13:57 Uhr

Wien - Der österreichische Verband zum Schutz von Urheberrechten Literar-Mechana fordert für jeden in Österreich verkauften PC inklusive Mehrwertsteuer 21,60 Euro, für jeden verkauften Drucker je nach Leistungskapazität zwischen 7,20 und 126 Euro. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner neuesten Ausgabe. Insgesamt will der Verband so rund fünfzig Millionen Euro jährlich einheben. Das ergibt rund 5.000 Euro pro Literar-Mechana-Mitglied und Jahr.

Verbandschef Franz Leo Popp bezieht sich dabei auf Paragraph 42 b des österreichischen Urheberrechtsgesetzes. "Werden etwa Zeitungsartikel oder wissenschaftliche Fachaufsätze beispielsweise aus dem Internet in den Arbeitsspeicher eines PCs eingelesen, sind die Urheberrechte von Schriftstellern und Wissenschaftern berührt", meint Popp.

Die Elektrohändler steigen gegen den Aderlass auf die Barrikaden: Die Forderungen seien viel zu hoch, so der Tenor. Mediamarkt/Saturn-Chef Gerhard Sandler und Köck/Cosmos-Chef Manfred Warmuth schließen "rechtliche Schritte zur Wahrung der Konsumentenrechte" nicht aus.



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