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Netzbetreiber investieren Milliarden in Einführung von Triple Play
26. Januar 2006 - 13:54 Uhr

Hamburg - Deutschlands Kabelnetzbetreiber und Internetprovider wollen Milliarden in die Einführung von Triple Play investieren. "Wir hatten 2005 ein achtstelliges Werbebudget. Diesen Etat werden wir 2006 wegen der Einführung von Triple Play verdoppeln", sagte Dr. Jost Schwaner, Marketingchef von Kabel Deutschland, im Gespräch mit der Fachzeitung ONEtoONE.

Das Marktforschungsunternehmen Steria Mummert Consulting schätzt, dass in vier Jahren rund drei Millionen Haushalte mit Triple Play - also Fernsehen, Internet und Telefon aus einer Hand - versorgt sind. "Wir gehen davon aus", so Senior Manager Michael Reich, "dass der Umsatz mit Triple Play bis 2010 auf sieben Milliarden Euro steigt." Da das - besonders für die Nutzer - günstige Angebot noch relativ unbekannt ist, dürften nach den Schätzungen etwa 1,75 Milliarden Euro in die Werbung fließen.

Reich meint, dass 80 Prozent dieser Werbeausgaben für Dialogmarketing reserviert sind. Rund 80 Prozent der Vertriebs- und Sales-Aufwendungen will auch Kabel Deutschland in das Dialogmarketing stecken. Begleitet wird die Triple-Play-Einführung mit Mailing-Aktionen, Plakaten, Marketing im B-to-B- und im B-to-C-Bereich. "Wir starten unsere Aktionen im April in Norddeutschland und wollen danach Stück für Stück die gesamte Republik mit dem Triple-Play-Angebot versorgen", erklärte Marketing-Direktor Schwaner.

Ähnlich agil ist die Kabelfirma Unity Media, die über Arena für rund 220 Millionen Euro die Live-Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga erworben hat. "Triple Play wird unser Kerngeschäft", kündigte Nakul Dewan an, Vice President Marketing Communication. Die Rechnung von Unity Media ist einfach: "Je mehr Produkte ein Kunde von einem Anbieter nutzt, desto schwerer fällt ihm die Kündigung", so Dewan.



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