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Trend: Serviceorientierte Architekturen erhalten Einzug in die Unternehmens-IT
26. Januar 2006 - 12:20 Uhr

Frankfurt - Für jedes fünfte Unternehmen stehen die serviceorientierten Architekturen (SOA) auf der Prioritätenliste für das Jahr 2006 ganz oben. Höhere Bedeutung hat nur noch das Thema Business Intelligence. Das ist das Ergebnis des IT-Barometers 2006, den das Beratungsunternehmen Capgemini heute in Frankfurt vorgestellt hat.

Laut Umfrage befinden sich derzeit immer noch 44 Prozent der Unternehmen in der Konzeptphase. Weitere 18 Prozent beschäftigen sich mit dem Design und bereits fast ein Drittel realisiert nach eigenen Aussagen schon entsprechende SOA-Projekte. "Nach einer längeren Anlaufphase dürfte 2006 zum Einstiegsjahr für SOA werden", meint Dr. Martin Raab, Vice President bei Capgemini. "Die Unternehmen haben sich größtenteils mit dem Thema auseinandergesetzt und für sich eine Entscheidung für oder gegen eine SOA getroffen. Der Vorbereitung folgen nun die Taten."

Die befragten Unternehmensvertreter versprechen sich von serviceorientierten Architekturen in erster Linie "größere Flexibilität für zukünftige Veränderungen" (35 Prozent) und "einfachere Automatisierung der wichtigsten Geschäftsprozesse" (28 Prozent). Anders als in den USA scheint hierzulande SOA weniger unter dem Aspekt der Kostenreduzierung betrachtet zu werden. Lediglich 14 Prozent nannten diesen Punkt als größten Vorteil. "Dass die Unternehmen SOA für mehr Flexibilität und Automatisierung verwenden wollen zeigt, dass sie den Ansatz verstanden haben", so Raab. "SOA ist kein reines IT-Thema. Zwar schafft die Informationstechnologie die Voraussetzungen, doch im Grunde ist es eine Frage der unternehmensstrategischen Ausrichtung."

Die allermeisten Unternehmen möchten die serviceorientierten Architekturen dabei über eine Integrationsplattform realisieren. Rund ein Viertel hat eine solche bereits im Einsatz, weitere 20 Prozent planen, sie innerhalb der nächsten zwei Jahre einzusetzen. "Zum Zuge kommen dabei vorrangig die großen Softwareanbieter", erläutert der IT-Experte. Als mögliche Plattformen werden genannt Microsoft mit dem Produkt .NET gefolgt von SAP Netweaver, IBM Websphere und Oracle Fusion. "SOA darf jedoch nicht nur eine Plattformfrage sein. Die Unternehmen müssen die für ihre Geschäftsprozesse passende Lösung entwickeln und dies verlangt die gezielte Zusammenführung von Standard- und Individualkomponenten", so Raab.



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Donnerstag, 08. Januar 2009







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