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25. Mai 2006 13:08 Uhr
Filmindustrie und ITK-Branche verabschieden "Europäische Film Online-Charta"


Brüssel / Cannes - Am Rande der internationalen Filmfestspiele von Cannes haben wichtige Vertreter der Film- und Inhaltsbranche, der Internet-Diensteanbieter und der Telekommunikationsbetreiber aus der EU und den USA die "Europäische Film Online-Charta" gebilligt. Diese hatten sie zuvor selbst gemeinsam unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission verfasst.

Als weltweit erste ihrer Art nennt diese Charta Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit Inhaltsanbieter und Infrastrukturbetreiber gewerbliche Online-Film-Dienste erfolgreich verwirklichen können. Sie dient als Bezugsrahmen für künftige kommerzielle Vereinbarungen sowie für die langfristige Politik der Europäischen Kommission im Bereich der Online-Inhalte.

"Die Film Online-Charta ist ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Wirtschaft in Europa und für die europäische Inhaltsbranche", zeigt sich Viviane Reding, EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Medien, die diese Charta im Mai 2005 angeregt hatte, von dem Werk überzeugt. "Online-Dienste werden den Zugang zum europäischen Film in seiner ganzen Vielfalt erheblich erleichtern und die Verbreitung europäischer Filme sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch auf dem Weltmarkt fördern."

Die Online-Charta war von der Europäischen Kommission im letzten Jahr in Cannes bei einem Treffen mit Branchenvertretern initiiert worden und stellt den Konsens der Branche in Bezug auf die Entwicklung legaler Märkte für den Online-Vertrieb und die Online-Verbreitung von Filmen dar. Ziel der Übereinkunft ist die Förderung der Entwicklung und Einführung von "Film Online" in Europa. Die Unterzeichner der Charta sind davon überzeugt, dass "Film Online"-Dienste dank ihres großen wirtschaftlichen und kulturellen Potenzials eine gewaltige Chance für eine weitere Verbreitung europäischer Filme bieten, zu einem dynamischeren und wettbewerbsfähigeren Filmschaffen beitragen und den Breitbandaufbau in Europa stark vorantreiben werden.

Das Werk verweist auf vier Schwerpunkte, die bei der Einführung von derartigen Diensten von größter Bedeutung sind: ein breit gefächertes Angebot an attraktiven Filmen, verbraucherfreundliche Online-Dienste, der angemessene Schutz urheberrechtlich geschützter Werke und die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der unerlaubten Vervielfältigung (Piraterie). Die Charta nennt außerdem Beispiele der "empfehlenswerten Praxis" für die verbraucherfreundliche und legale Online-Verbreitung audiovisueller Inhalte.







 
 



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