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Schröder geht auf Distanz zu den Grünen
25. Mai 2005 - 11:03 Uhr

Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder will ohne eine klare Koalitionsaussage für rot-grün in die Neuwahlen im Herbst gehen. In einem Interview mit der ZEIT sagt er, in einer "Wahlauseinandersetzung sucht jeder das größtmögliche Maß an Wählerstimmen gegen jeden anderen Konkurrenten zu gewinnen. Das ist eine Selbstverständlichkeit", sagt Schröder der ZEIT auf eine Frage nach der Zukunft der rot-grünen Koalition. Das sei aber "keine Absage an die Konstellation, in der wir erfolgreich gearbeitet haben", fügt der SPD-Politiker hinzu. "Ich will, dass die SPD stärkste Partei wird", sagt Schröder.

Schröder kündigt an, dass der Wahlkampf voll auf ihn als Spitzenkandidaten zugeschnitten sein werde: "Ich glaube, wir tun gut daran, eine sehr personalisierte Auseinandersetzung zu führen, die auf die beiden Spitzenleute zugeschnitten werden wird." Er selbst bereite sich auf "einen argumentativen Wahlkampf vor und nicht auf einen, der sich in Negativfloskeln erschöpft".

Bei den politischen Inhalten des Wahlkampfes will Schröder weiter den Kurs der vergangenen Jahre steuern: "Aber klar ist, dass unsere Politik fortgesetzt wird, die Politik der Erneuerung unseres Landes, um die Sozialsysteme krisenfest und zukunftssicher zu machen, die Politik der Offenheit unseres Landes, die Politik des außenpolitischen Selbstbewusstseins. Für diese Politik stehe ich, inhaltlich und mit meinem Namen." Als weitere Themen nennt er die Gleichstellungpolitik, die Frauenpolitik und den Bildungsbereich.



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