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4,8 Millionen Arbeitslose im Wahlmonat September
25. Mai 2005 - 11:01 Uhr

Berlin - Zur vorgezogenen Bundestagswahl in vier Monaten werden nach Meinung von Experten so viele Menschen arbeitslos sein wie noch nie in einem September zuvor. "Im Wahlmonat wird es in Deutschland 4,8 Millionen Arbeitslose geben", sagte der Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem "Tagesspiegel". Das wären zwar 200.000 Menschen weniger als im April. Gegenüber den Vorjahren bedeutete dies jedoch einen deutlichen Anstieg: Im vergangenen September lag die Zahl der Arbeitslosen noch bei 4,3 Millionen Menschen, im Jahr 2002 waren es sogar nur 3,9 Millionen.

Auch andere Fachleute schließen sich der pessimistischen Prognose an. "Die Perspektiven sind nicht gut", sagte Martin Werding vom Münchner ifo-Institut. Hilmar Schneider vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) rechnet für September mit 4,6 bis 4,7 Millionen Arbeitslosen. Zudem befürchtet er, dass Ende August wie in den Jahren zuvor zahlreiche Lehrstellenbewerber auf den Arbeitsmarkt drängen. "Das könnte für die amtierende Regierung ein Problem werden, wenn das parteipolitisch ausgeschlachtet wird." Wahlkampf- Tricks zur Schönung der Arbeitslosenstatistik erwartet Schneider hingegen nicht. "Dafür reicht die Zeit einfach nicht mehr aus."



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