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Hamburg - Noch bevor sie offiziell zur Kanzlerkandidatin der Union gekürt ist, hat CDU-Chefin Angela Merkel bereits die Kernmannschaft ihres Schattenkabinetts festgelegt. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe berichtet, will Merkel nach einem Wahlsieg im Herbst den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als Chef eines neu geschaffenen Super-Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen in ihr Kabinett holen. Ein zweites Großressort soll die Bereiche Arbeit, Soziales und Gesundheit umfassen, als Minister ist der saarländische Regierungschef Peter Müller vorgesehen. Stoiber und Müller sollen laut stern zwei strategische Kernprojekte einer möglichen Kanzlerschaft Merkel angehen: die Sanierung der zerrütteten Staatsfinanzen und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Neuer Außenminister soll nach stern-Informationen FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt werden. Daneben möchte die FDP mit Parteichef Guido Westerwelle das Innenministerium besetzen. Die niedersächsische Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll das Bundesministerium für Familie, Senioren und Frauen erhalten. Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach könnte das Justizministerium übernehmen, dem auch der Bereich Verbraucherschutz zugeteilt werden soll. Als Verteidigungsminister ist CSU-Landesgruppenchef Michael Glos im Gespräch. Für Bildung und Forschung ist Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan vorgesehen, für den Aufbau Ost Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU).
Im Kanzleramt will Merkel laut stern zwei Vertraute an strategisch wichtiger Stelle platzieren: CDU-Generalsekretär Volker Kauder soll als Kanzleramtsminister die Regierungsarbeit koordinieren, der Außenpolitiker Friedbert Pflüger den neu geschaffenen Posten eines Staatsministers für Europapolitik besetzen.
Wie der stern weiter berichtet, soll ein sieben- bis achtköpfiges "Kompetenzteam" eine Kanzlerkandidatin Merkel im Wahlkampf unterstützen. Fest eingeplant sind neben CSU-Chef Stoiber die Regierungschefs Roland Koch (Hessen), Dieter Althaus (Thüringen), Christian Wulff (Niedersachsen) und Peter Müller (Saarland). Mit Koch und Wulff sind die parteiintern schärfsten Rivalen Merkels bereit mitzuarbeiten.
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