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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Jugendfreund Hoyzers
25. April 2005 - 15:48 Uhr

Berlin - Im Fußball-Wettskandal verfolgt die Berliner Staatsanwaltschaft eine neue Spur. Nach Informationen des Tagesspiegel soll ein Jugendfreund von Schiedsrichter Robert Hoyzer auf die von ihm manipulierten Spiele gewettet haben. Die Polizei ermittelt deshalb gegen den Berliner Marcus K. wegen Geldwäsche. Der 24-Jährige soll von Hoyzer 12 000 Euro erhalten haben.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Kelm, der in Hamburg als Polizist im Landeskriminalamt für Wirtschaftskriminalität arbeitet, mit diesem Geld Wetteinsätze getätigt hat. K.'s Wohnung wurde durchsucht. K. selbst bestreitet alle Vorwürfe, dem Tagesspiegel sagte er, das Geld sei ein reines privates Darlehen gewesen.

Nach Tagesspiegel-Informationen stießen die Ermittler bei der Durchsuchung der K.-Wohnung auf einen Taschenkaladner, in dem sie u.a. den Eintrag fanden: "Scheiß Wochenende, Kohle futsch." Die Ermittler vermuten, dass K. auf ein Spiel gewettet habe, dass Hoyzer leitete, das aber anders ausgegangen sei als erwartet. Im Kalender wurden auch Internetadressen und Passwörter für Wettinstitutionen gefunden. Die Staatsanwaltschaft bezeichnet die K.-Spur als "vielversprechenden Ansatz".



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