New York - In den USA hat sich eine weitere Widerstandsbewegung gegen Spyware formiert. Zu den Gründern der sogenannten "Stop Badware Coalition" zählen unter anderem der Suchmaschinen-Riese Google, das Software-Unternehmen Sun Micrsosystems und das englische Oxford Internet Institute. Sie wollen nun gemeinsam den Unternehmen zusetzen, die sich auf die Verbreitung von Spionage-Software spezialisiert haben. Dabei bedienen sie sich einer der wirkungsvollsten Maßnahmen überhaupt: Der Öffentlichkeit.
Die Gruppe um den Suchmaschinen-Anbieter Google hat nämlich konkret vor, die Namen der "Spyware-Schleudern" zu publizieren. Außerdem will man aufzeigen, wie Unternehmen mit derartigen Methoden Umsätze generieren. Auf der Internet-Seite des Zusammenschlusses Stopbadware.org können Internet-Nutzer beispielsweise prüfen, inwiefern Software, die sie aus dem Internet laden, mit Spyware verseucht ist. Zudem können der Gruppe Spionage-Programme gemeldet werden.
"Spyware, Adware und andere derartige Schadprogramme verursachen Milliardenschäden", erklärt John Palfrey, Vize-Präsident der StopBadware Coalition und Leiter des Berkman Centers for Internet and Society an der Harvard School. "Wir halten es für sehr wichtig, dass sich auch die Industrie gegen derartige Machenschaften zur Wehr setzt und eindeutig Position gegen Personen und Unternehmen bezieht, die von dem profitieren, was wir für schädliche Software halten", so Palfrey.
Warum die an der Stop Badware Coaoltion beteiligten Organisationen aber einen Alleingang wagen und sich nicht der bereits seit Jahren existenten Anti-Spyware Coalition von Microsoft, Yahoo, AOL, Symantec, Computer Associates und McAfee angeschlossen haben, dazu schwieg er sich aus. Laut neuesten Erkenntnissen sind die Rechner von nahezu 60 Millionen US-Amerikaner mit Spyware infiziert. Experten beziffern den jährlichen Schaden allein in den USA auf 3,5 Milliarden US-Dollar.
|