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Wettbewerbsverstöße: Europäische Kommission verlängert Frist für Microsoft
25. Januar 2006 - 10:17 Uhr

Brüssel - Die Europäische Kommission hat Microsoft im Streit um wettbewerbsrechtliche Auflagen mehr Zeit gewährt, um zu ihren kürzlich getätigten Vorwürfen Stellung zu beziehen. Das gab der Software-Konzern am Montag bekannt. Im Dezember letzten Jahres hatte die EU-Kommission das Redmonder Unternehmen unter Androhung von Strafgeldern in Höhe von 2 Millionen Euro pro Tag aufgefordert, ihren wettbewerbsrechtlichen Vorgaben Folge zu leisten. (wir berichteten) Zugleich verlangte sie unter Fristsetzung eine entsprechende Stellungnahme vom Konzern.

"Unsere Frist wurde bis zum 15. Februar verlängert," erklärte ein Sprecher von Microsoft gegenüber dem US-Branchendienst Cnet. Die Fristverlängerung wurde gewährt, nachdem auch Wettbewerbsbehörden in den USA hinterfragt hatten, ob der Software-Riese der Einhaltung eines mit der US-Regierung geschlossenen Wettbewerbsabkommen in erforderlichem Maße nachkomme. Wie die EU verlangt nämlich auch die USA von dem Konzern eine Offenlegung von relevanten Windows-Protokollen, damit Konkurrenz-Unternehmen die vollständige Interoperabilität ihrer Produkte mit den Microsoft-Applikationen herstellen können.

Die Europäische Kommission hatte im März 2004 festgestellt, dass Microsoft die Regeln des EG-Vertrages durch den Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung (Artikel 82 EGV) verletzt. Dem Konzern wurde vorgeworfen, sein Beinahemonopol in dem Markt für PC-Betriebssysteme auf die Märkte für Server-Betriebssysteme und den Mediaplayer ausweiten zu wollen.


Mehr zum Thema:

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