Shanghai - Digitales Fernsehen über das Internet (IP TV) - Schon im Februar 2006 werden erstmals circa 5.000 Haushalte in China auf die neue Unterhaltungstechnologie zurück greifen können. Mit von der Partie: Der deutsche Elektronikkonzern Siemens, der mit seiner Settop Box Gigaset M358 IP die technische Grundvorrausetzungen für den Empfang bereitstellt.
Home Entertainment bietet Netzbetreibern große Wachstumschancen, mit denen sie ihre sinkenden Einnahmen bei konventioneller Telefonie überkompensieren und ihren durchschnittlichen Umsatz pro Kunde deutlich steigern können. Speziell in China erwartet das Marktforschungsinstitut In-Stab mit den Olympischen Spielen 2008 in Peking einen Aufschwung für IP TV. Durch immer attraktivere Anwendungen und eine zunehmend ausgereifte Technologie soll die Zahl der Teilnehmer auf 4,5 Millionen steigen und Set-Top-Box-Einnahmen von rund 231 Millionen US-Dollar erzielt werden. In China stellen 360 Millionen TV-Nutzer und etwa 25 Millionen Breitband-Anwender ein riesiges Teilnehmerpotenzial für Home Entertainment dar.
In Shanghai wird Siemens zunächst für die 5.000 Teilnehmer eine schlüsselfertige Komplettlösung liefern und installieren: vom Videostreamer bis zum Service und der Set-Top-Box, die an die Telefonleitung mit DSL-Anschluss und das Fernsehgerät angeschlossen wird. Über das IP-Netz erhalten die Kunden des chinesischen Netzbetreibers Shanghai Telecom neben IP TV ein ganzes Paket weiterer neuer Anwendungen, die alle über den Fernseher laufen. Dazu zählen der schnelle Internetzugang, die digitale Videothek (Video on demand), das digitale Aufzeichnen von Sendungen (PVR, Personal Video Recording) und die Videotelefonie, die mit einer Web-Cam auf dem TV-Gerät möglich wird. Außerdem sind interaktive Dienste wie das in China sehr beliebte dynamische Wetten möglich, zum Beispiel während Sportübertragungen.
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