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24. November 2008
Gewerkschafter verschärfen Vorbehalte zu Bahn-Börsengang


Berlin - Die Verkehrsgewerkschaft Transnet wählt heute einen neuen Vorstand. Die Wahlen am zweiten Tag des Gewerkschaftskongresses werden besonders deshalb mit Spannung erwartet, weil der bisher einzige Bewerber um den Posten des Vorsitzenden, Alexander Kirchner, erst seit Mittwoch kandidiert. Der 51-jährige soll die Nachfolge von Lothar Krauß antreten und die Transnet mit rund 250.000 Mitgliedern wieder auf Kurs bringen.

Kirchner hatte am Sonntagabend in einer Rede einen deutlich kritischeren Ton gegenüber Staat und Bahn angeschlagen als sein Vorvorgänger Norbert Hansen, der im Mai überraschend als Personalvorstand in die Bahnspitze wechselte. Der Vorwurf, Hansen habe lediglich wegen seiner Karriere die Privatisierung der Bahn mitgetragen, traf die Gewerkschaft tief, die ihrem langjährigen Vorsitzenden zumindest nach außen stets einstimmig folgte.

Neben Kirchner kandidieren die bisherigen Vorstandsmitglieder Regina Rusch-Ziemba wieder und Wolfgang Zell neu für Stellvertreterposten. Erstmals in den Vorstand gewählt werden sollen der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert und Rainer Bieck. Er kommt von der Reichsbahn. In den neuen Ländern hat die Transnet gegenüber der Gewerkschaft Deutscher Lokführer einen deutlich schwereren Stand als im Westen. Nicht mehr kandidieren werden der amtierende Vorsitzende Lothar Krauß und Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann.

 








 
 



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