Berlin - Einer aktuellen Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) zufolge tätigt nahezu die Hälfte aller Internetseiten ihre Umsätze über sogenannte Online-Shops. "Die Studie zeigt aber auch, dass das Potenzial insbesondere im Bereich Paid Content bisher nicht einmal annähernd ausgeschöpft ist", so BVDW-Geschäftsführer Alexander Felsenberg. Noch dominieren werbefinanzierte Angebote und E-Commerce-Plattformen die inzwischen mehr als acht Millionen registrierten .de-Domains.
Laut Studie stammen bis zu zwei Drittel der erreichbaren Domains (etwa 2,4 Millionen) aus dem geschäftlichen Umfeld. Weitere 19 Prozent werden von Non-Profit-Organisationen betrieben. Im Fokus der Studie standen vor allem die Webseiten, über die unmittelbar Umsätze getätigt werden können, also vor allem Online-Shops und Online-Werbeträger. Nahezu eine halbe Million de-Domains generieren demnach Umsätze, das entspricht 13,5 Prozent der erreichbaren deutschen Internetseiten.
Dabei ist die häufigste Umsatzform das Online-Shopping. Denn annähernd die Hälfte aller umsatzgenerierenden deutschen Internetseiten (47 Prozent) betreiben einen eigenen Online-Shop oder verlinken im Rahmen von Affiliate-Partnerschaften auf andere externe Shop-Angebote. Gut ein Drittel der Webseiten fungiert - zum Teil in Kombination mit Online-Shops - als Werbeträger (34 Prozent), weitere vier Prozent generieren über Kleinanzeigen ihre Umsätze. Mit zurzeit nur etwa drei Prozent sind Paid Content- und Paid Services-Angebote noch unterrepräsentiert.
"Die Zahlen belegen die hohe Relevanz des E-Commerce-Marktes in Deutschland und verdeutlichen, dass es neben den großen Playern auch eine Vielzahl kleiner Shops mit einem fokussierten Ansatz gibt, die inzwischen profitabel agieren", erklärte Roland Fesenmayr von der Oxid eSales GmbH. Als besonders interessant erweise sich dabei die Tatsache, dass die Online-Shops mehr als zwei Drittel der Umsätze durch den Verkauf von Waren und Dienstleistungen an Privatpersonen und nur etwa ein Drittel im B2B-Bereich tätigen.
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