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24. Juli 2008
Ackermann wird Honorarprofessor an Frankfurter Goethe-Universität
Frankfurt - Trotz einiger Proteste im Vorfeld ist Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann von der Frankfurter Goethe-Universität zum Honorarprofessor ernannt worden. Die Entscheidung des Präsidiums gab die Hochschule am Mittwoch bekannt. Zuvor habe der Senat dem Vorschlag des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften mit «überwältigender Mehrheit» zugestimmt. Neben Ackermann wurde auch Fraport-Chef Wilhelm Bender zum Honorarprofessor bestimmt.
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisierte die Ernennung heftig und sprach von einer «Unverschämtheit». Dies zeige, dass die Universitäten immer weniger einer freien Lehre und Forschung verpflichtet seien und immer mehr den Interessen der Wirtschaft folgten, sagte Attac-Sprecherin Frauke Distelrath der Nachrichtenagentur AP. Außerdem sei Ackermann angesichts der gegen ihn während des Mannesmann-Prozesses erhobenen Vorwürfe als Honorarprofessor nicht tragbar. Nicht zuletzt deswegen habe die Universitätsleitung bereits früher von einer solchen Ernennung abgesehen, sagte sie.
Zu der Kritik wollte sich die Universität nicht äußern und verwies auf die außergewöhnlichen Leistungen des Deutsche-Bank-Chefs. Ackermann habe insbesondere in seinen seit 2003 in Frankfurt durchgeführten Lehrveranstaltungen bewiesen, dass er «alle Qualifikationen eines hervorragenden akademischen Lehrers besitzt», betonte Studiendekan Heinz Mathes. «Dass wir zwei solch hochrangige Manager für unseren Lehrkörper gewinnen konnten, bietet eine hervorragende Basis für die weitere Verknüpfung von Theorie und Praxis im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften», sagte Unipräsident Rudolf Steinberg.

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