
24. Juli 2006 09:44 Uhr
Firefox erobert Deutschland im Sturm
Amsterdam - Mehr als einer von vier Deutschen ist mit dem Web-Browser Firefox im Internet unterwegs. Das ist die höchste Rate in den bedeutenden westeuropäischen Ländern und eine der höchsten Raten weltweit. Laut den Webforschern von WebSideStory kam die Bundesrepublik im Juni auf eine durchschnittliche Firefox-Nutzungsrate von 26,80 Prozent, gefolgt von Frankreich (14,89 Prozent), Italien (12,46), Spanien (9,86) und Großbritannien (8,82).
"Aus welchem Grund auch immer, die deutschen Benutzer scheinen schon immer Alternativen zu Microsoft zu bevorzugen, wenn es um Web-Browser geht," erläutert Geoff Johnston, ein WebSideStory-Analyst. "Netscape war während der späten '90er auch sehr populär in Deutschland. Firefox scheint in einigen europäischen Ländern eine stärkere Fan-Gemeinde zu haben als in den USA. - die meisten dieser Zugewinne scheinen auf Kosten von Microsoft zu gehen."
Und während sich der Einsatz von Firefox in den Vereinigten Staaten in der letzten Zeit scheinbar verlangsamt hat, wächst die Zahl der Browser-Benutzer in Europa weiterhin mit kontinuierlicher Geschwindigkeit. Beispiel: In Deutschland gewann der Browser 1,4 Prozentpunkte zwischen Januar und Juni dieses Jahres; während es in Italien 2,1 Prozentpunkte im gleichen Zeitraum waren. In den USA allerdings konnte Firefox während der gleichen sechs Monate nur 0,54 Prozentpunkte zulegen. Hier dümpelt sein Marktanteil übrigens bei 10 Prozent herum.
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