
24. Juli 2006 08:30 Uhr
Kostenfreie Verschlüsselungssoftware für Google Mail, Hotmail & Co.
Hamburg - Weltweit nutzen über 600 Millionen Menschen Webmail-Services - unter anderem von Google, Yahoo!, Hotmail/MSN oder Web.de. Der Versand von E-Mails von praktisch jedem Computer aus ist somit eine der populärsten Anwendungen im Internet. Webmail-Nutzer versenden rund um den Globus täglich hunderte Millionen privater und geschäftlicher E-Mails.
Jedoch herrscht nach wie vor Unsicherheit darüber, wie vertraulich diese Inhalte behandelt werden, da die Daten unverschlüsselt bei den Webmail-Providern gespeichert und ebenfalls unverschlüsselt über das Internet versandt werden. Experten warnen davor, dass es die heutigen technischen Möglichkeiten interessierten Dritten sehr einfach machen, digitale Informationen, wie zum Beispiel E-Mails, abzufangen und mitzulesen.
Mit freenigma wollen Hamburger Software-Programmierer Webmail-Nutzern nun die Kontrolle über ihre Privatsphäre und Geschäftsgeheimnisse im Internet zurückgeben. Der neue, kostenfreie Service ermöglicht die Verschlüsselung von E-Mails mit den derzeit weltweit am meisten genutzten Webmailern Google Mail, Yahoo! Mail und Hotmail/MSN.
"Heute wird über uns im Internet bereits eine große Anzahl von privaten Daten gesammelt. Die Menschen wollen aber wieder selbst die Kontrolle darüber haben, welche Informationen vertraulich sein sollten und welche öffentlich sind", meint Stefan Richter, Gründer der freenigma GmbH. "Da bislang Verschlüsselungstechnologie für die meisten Anwender wahnsinnig kompliziert war, haben wir mit freenigma einen neuartigen Service entwickelt, der die Wahrnehmung und Verbreitung von Kryptographie in Zukunft grundlegend verändern wird."
Auf Basis von Web-2.0-Techniken (AJAX) integriert sich die Software als Firefox-Extension in beliebige Webmailer. Zum Start werden zunächst Google Mail, Yahoo! Mail, Hotmail/MSN unterstützt. Geplant sind zudem Plugins für Microsoft Outlook, Lotus Notes und mobile Geräte. freenigma funktioniert darüber hinaus plattformübergreifend. Einzige Voraussetzung ist ein Firefox-Browser unter GNU/Linux, Apple Macintosh oder Microsoft Windows XP. Durch eine offene Programmierschnittstelle (Open API), können auch Software-Entwickler weltweit freenigma erweitern und in eigene Anwendungen integrieren.
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