Viele Geräte, wenige Nutzer: Das ist das knappe Fazit einer Untersuchung zur Internetnutzung mit Mobilgeräten. Knapp 26 Millionen Menschen hätten ein internetfähiges Mobiltelefon, aber nur drei Millionen nutzten dies auch, erklärte die Firma Accenture zu ihrer Studie «Mobile Web Watch 2008». Den meisten Menschen reiche weiter der PC für den Gang ins Internet.
Wenn sich mobiles Internet durchsetzen solle, müsse es Mehrwert für unterwegs bieten, nutzerfreundlicher sein und vor allem auch günstiger, heißt es weiter, denn 71 Prozent der Befragten fanden die Kosten für mobile Datenverbindungen zu hoch. Zwei von fünf Befragten bemängelten, dass Online-Angebote auf Handy-Displays zu klein und zu unübersichtlich dargestellt seien, 22 Prozent fanden es zu kompliziert, mit dem Mobiltelefon auf Internetseiten zu navigieren.
Wenn derzeit mobile Internetdienste genutzt würden, dann seien es meist klassische Angebote wie E-Mail (54 Prozent), Nachrichten (44 Prozent) oder Wetterinformationen (32 Prozent). Online-Unterhaltungs- und Web 2.0-Angebote fristeten noch ein Schattendasein auf dem Mobiltelefon, heißt es. Nur 13 Prozent der Nutzer laden Musik aus dem Netz auf ihr Handy, neun Prozent laden Videos und besuchten soziale Netzwerke wie Facebook und StudiVZ.
In Zukunft könnte sich das aber ändern. Bei den 14- bis 19-Jährigen nutzt jeder vierte Musik- und Videodownloads sowie Social Networks.
Für die Studie wurden den Angaben zufolge 2.043 Personen befragt.
