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24. Mai 2006 15:58 Uhr
Deutsche Jugendschützer beanstanden bis zu 2.000 Websites


Mainz - Die Verbreitung jugendschutzrelevanter Inhalte im weltweiten Datennetz nimmt durch die rasanten technischen Entwicklungen mit neuen und immer schnelleren Kommunikationswegen weiter zu.

"Trotz der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche heute vor problematischen Medieninhalten besser geschützt sind als vor dem Inkrafttreten der neuen Regelungen im Jugendmedienschutz im Jahr 2003 müssen hier weitere Anstrengungen gemacht werden, um Kinder und Jugendliche zu schützen." Das unterstrich der rheinland-pfälzische Jugendstaatssekretär Michael Ebling mit Blick auf die jetzt vorgelegte Jahresbilanz der in Mainz sitzenden länderübergreifenden Zentralstelle "jugendschutz.net". Diese hat 2005 insgesamt mehr als 5.300 Beschwerden und Anfragen bearbeitet.

Maßnahmen wurden gegen fast 2.000 Internetangebote mit pornografischen, rechtsextremen oder Gewalt verherrlichenden Inhalten ergriffen. Zwei Drittel der 874 Verstöße auf deutschen Internet-Plattformen hätten durch Beanstandungen beim Anbieter schnell beseitigt werden können. In 183 Fällen sei die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eingeschaltet worden. Die KJM als zuständige Internetaufsicht hat die Möglichkeit, Sperrungen zu verfügen und Bußgelder bis zu einer Höhe von 500.000 Euro zu verhängen, erläuterte Ebling.

Auch bei Verstößen ausländischer Anbieter habe jugendschutz.net zunehmend Erfolge verzeichnet, lobte der Staatssekretär. So habe ein Drittel der 1.075 im Jahr 2005 neu erfassten Verstöße auf ausländischen Servern schnell beseitigt werden können. 253 kinderpornografische Angebote aus dem Ausland seien zur weiteren Verfolgung an das Bundeskriminalamt weitergegeben worden. Erstmals sei es zudem gelungen, Websites bei so genannten Nazi-Providern schließen zu lassen und den Zugriff auf eine Website, die Gewaltvideos zum Download angeboten hatte, zu sperren.







 
 



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