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Neuer Anti-Spam-Service konnte Nazi-Wurm stoppen
24. Mai 2005 - 11:35 Uhr

Gelnhausen - Der internationale Anti-Spam-Service SpamStopsHere hat seine erste große Bewährungsprobe seit dem Start vor einem Monat in Deutschland bestanden: Ein Spam-Filter, der am Pfingstwochenende unmittelbar nach den ersten Anzeichen der E-Mail-Schwemme angepasst wurde, erkannte und blockierte 100 Prozent der Nazi-Mails.

Die Spam-Attacke, die rechtsextremen Kreisen zugeordnet wird, erfolgte mit E-Mails, die nur wenig Text und hauptsächlich Links zu seriösen und rechtsextremen Quellen aufführten. Der Anti-Spam-Service filterte in den ersten 120 Stunden insgesamt rund acht Millionen der von infizierten Rechnern versandten Mails heraus. Der Service wird als Mail-Filter-Service vor die Mailserver der Unternehmen geschaltet und durchsucht zentral alle Emails seiner Kunden nach Spam, Viren und Phishing-Versuchen.

"Wenn ein Computer-Wurm einen Rechner infiziert hat und dieser entsprechende Spam-Emails verschickt, schließen herkömmliche Anti-Spam-Lösungen den Absender häufig schnell aus. Die negativen Konsequenzen für die Geschäftsbeziehungen zu Kunden, Lieferanten und Partnern sind unermesslich", erläutert Michael Baas von SpamStopsHere.Deutschland. "Unsere Kunden hingegen kamen am Dienstag ins Büro, luden wie gewohnt ihre E-Mails vom Server und erfuhren nur aus den Medien von der Spam-Attacke."

Ursache der Spam-Attacke war eine neue Variante des Sober-Wurms. In den vorangegangenen Tagen hatten mit dem Computer-Wurm Sober-Q infizierte Rechner den Code der neuen Variante automatisch nachgeladen. Zunächst verhielten sich die Würmer auf den PCs still, um dann ab dem Pfingstwochenende E-Mails mit rechtsextremen Inhalten zu versenden. Eine für den gestrigen Montag erwartete neue Attacke des Wurms blieb bislang aus.



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