Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat seinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Das DAX-Unternehmen mit Sitz in Darmstadt rechnet demnach weiter mit einem Anstieg der Gesamterlöse zwischen 5% und 9%. Die Umsatzrendite abzüglich der Abschreibungen und der Integrationskosten bei Merck Serono soll zwischen 23% und 27% liegen.
Bei der Sparte Liquid Crystals dürfte sich das Wachstum der Gesamterlöse zwischen 5% und 10% bewegen, und die Umsatzrendite dürfte zwischen 47% und 52% liegen, hieß es. Von der Sparte Merck Serono wird ein Wachstum der Gesamterlöse im Bereich von 7% bis 11% erwartet und eine Umsatzrendite abzüglich der Abschreibungen und Integrationskosten zwischen 23% und 27%. 2007 hatte das Unternehmen Gesamterlöse von 7,057 Mrd EUR und ein operatives Ergebnis von 976 Mio EUR erzielt.
Im ersten Quartal erzielte Merck einen Anstieg der Gesamterlöse um 8,3% auf 1,858 Mrd EUR und lag damit über dem Konsens von Dow Jones der auf 1,822 Mrd EUR gelautet hatte. Auch beim operativen Ergebnis übertraf Merck im Beríchtszeitraum mit 359,6 Mio EUR die Prognose. Hier hatten die befragten Analysten im Vorfeld im Mittel mit 310 Mio EUR gerechnet. Nach Steuern und Fremdanteilen erzielte Merck einen Gewinn von 239,1 Mio EUR. Analysten hatten im Mittel 206 Mio EUR prognostiziert.
Merck sei hervorragend in das Geschäftsjahr 2008 gestartet, erklärte das Unternehmen. Mit diesen sehr guten Zahlen sei Merck genau auf Kurs, die für 2008 avisierte Prognose der Merck-Gruppe zu erreichen, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Karl-Ludwig Kley.
Am Wachstum der Gesamterlöse waren den Merck-Angaben zufolge alle vier Sparten beteiligt. Währungseffekte hätten die Gesamterlöse allerdings um 5,4% geschmälert, hieß es.
In der Flüssigkristallsparte kletterten die Gesamterlöse im Quartal um 13% auf 234 Mio EUR. Negative Währungseffekte hätten die Gesamterlöse um 12% vermindert, hieß es. Das operative Spartenergebnis erhöhte sich im Quartal um 5,6% auf 119 Mio EUR. Die Umsatzrendite erreichte noch 51,1% im Quartal gegenüber 54,8% im Vorjahreszeitraum.
Die Gesamterlöse der Sparte Merck Serono verzeichneten im ersten Quartal einen Anstieg um 9,7% auf 1,182 Mrd EUR. Die weltweiten Umsatzerlöse des Medikaments "Rebif" zur Behandlung der Multiple Sklerose seien im Quartal um 11% auf 313 Mio EUR gestiegen, erläuterte das Unternehmen. Das Krebsmedikament "Erbitux" steigerte den Umsatz im Quartal um 33% auf 145 Mio EUR.
