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24. März 2008

Künstliche Befruchtung als "Sündenfall"



Frankfurt - Mit scharfen Worten hat der Bioethikexperte der Deutschen Bischofskonferenz, Gebhard Fürst, die Praxis künstlicher Befruchtungen kritisiert. «Das ist der Sündenfall», sagte der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart in einem Interview des Medizinethischen Informationsdienstes «MED kompakt». Denn bei der künstlichen Befruchtung würden überzählige Embryonen erzeugt und anschließend konserviert oder gegen alle gesetzlichen Bestimmungen und trotz aller Beteuerungen auch vernichtet.

«Die Zerstörung embryonaler Menschen wird von vornherein systematisch in Kauf genommen», kritisierte Fürst. Mit Hilfe der künstlichen Befruchtung würden auf technischem Wege für kinderlose Erwachsene Kinder produziert. Er frage sich, «was wir uns als Menschen letztlich antun, wenn der wunderbare Zusammenhang von Zeugung und Weitergabe neuen Lebens auf einen technischen Prozess reduziert wird, wenn Retortenbabys im Extremfall bis zu fünf Elternteile haben können».

Der Zweck dürfe nicht alle Mittel heiligen, sei er noch so ehrenhaft und für Menschen hilfreich, betonte der Bischof. Er forderte, stattdessen das Adoptionsrecht in Deutschland zu reformieren, um lebenden Kindern zu Eltern zu verhelfen.




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