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Schlag gegen deutsche Raubkopiererszene: Website der GVU offline!
24. Januar 2006 - 15:18 Uhr

Düsseldorf - In zwei Ermittlungsverfahren der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz wurden heute in mehreren Bundesländern etwa 200 Wohn- und Geschäftsräume von Beamten aus über 100 Polizeidienststellen durchsucht. Betroffen waren mehr als 200 mutmaßliche Angehörige der Raubkopiererszene sowie Internet Service-Provider. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Die Verdächtigen sollen in zahlreichen Fällen Spielfilme, Musik, Spiele und Software als illegale Erstverwerter bereits unmittelbar vor der Markteinführung unrechtmäßig kopiert und im Internet zum Herunterladen bereitgestellt haben. Dabei gingen sie professionell vor und boten regelmäßig aktuelle Raubkopien an. Die Verbreitung erfolgte über FTP-Server, die bei Internet-Service-Providern betrieben wurden. Dort speicherten die Tatverdächtigen die illegale Ware.

Bei weiteren Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaften in Ellwangen (Baden-Württemberg) und Frankfurt am Main gegen Raubkopierer, kam es heute ebenfalls zu zahlreichen Durchsuchungen im gesamten Bundesgebiet. Unter anderem wurden infolgedessen auch die Räumlichkeiten der "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" (GVU) in Hamburg durchsucht. Die Website der Organisation, die sich eigentlich der Bekämpfung von Online-Piraterie verschrieben hat, ist seitdem offline.



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