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Brüssel - Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des amerikanischen CRM-Software-Herstellers Siebel Systems durch den amerikanischen Datenbank- und Software-Anbieter Oracle im Rahmen der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Nach eingehender Prüfung des Vorhabens ist die Kommission zu dem Ergebnis gelangt, dass der Zusammenschluss den effektiven Wettbewerb weder im europäischen Wirtschaftsraum noch in einem erheblichen Teil davon ernsthaft beeinträchtigen würde. Daher hat sie das Vorhaben nun genehmigt.
Oracle bietet Datenbankprodukte und Softwarelösungen für die Automatisierung von Unternehmensprozessen an. Siebel bietet CRM-Lösungen für verschiedene Branchen. Die Untersuchung der Kommission hat ergeben, "dass der Grad der horizontalen Überschneidung zwischen Oracle und Siebel bei CRM-Software wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist, da sich das Unternehmen auch nach der Fusion noch gegen mehrere starke Wettbewerber auf einem fragmentierten Markt behaupten muss."
Die Kommission hat auch mögliche konglomerate Effekte geprüft. Da weithin offene Standards verwendet werden, sei es unwahrscheinlich, dass das fusionierte Unternehmen neuen CRM-Kunden von Siebels im Hinblick auf die Verwendung von Datenbanken, die nicht von Oracle stammen, Beschränkungen auferlegen würde, hieß es. Fazit: "Wettbewersrechtlich unbedenklich".
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