Wien - Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft, IFPI Austria, hat nun erste Ergebnisse der Anfang Oktober gestarteten "Aktion scharf" gegen Raubkopierer im Internet veröffentlicht.
So wurden bereits mehr als 100 Verfahren gegen Internet-Piraten eingeleitet. Und in weiteren 14 Fällen konnte der Verband bereits außergerichtliche Einigungen erzielen. Bei den Verdächtigen handelt es sich mehrheitlich um Männer in der Altersgruppe zwischen 20 und 40 Jahren, die über breitbandige Internet-Zugänge oder sogenannte Flat-Rates verfügen.
Die ertappten Filesharer verpflichteten sich zum Teil zur Löschung der illegalen Musikdateien, zur Unterlassung der weiteren gesetzwidrigen Verbreitung von Musik im Internet und zur Zahlung von Kosten- und Schadenersatz bis zu 4.000 Euro, abhängig von der Schwere der Rechtsverletzung. Allen Fällen liegen gravierende Urheberrechtsverletzungen durch die illegale Verbreitung einer großen Anzahl von Musikfiles im Internet zugrunde.
"Das erste Ziel der Aktion, nämlich das Bewusstsein für den Schutz des geistigen Eigentums zu stärken und klar zu machen, dass Raubkopieren im Internet gesetzeswidrig ist, konnte bereits erreicht werden. Praktisch jeder Filesharer weiß mittlerweile, dass er Urheberrecht verletzt und dass das ernste Folgen haben kann", betont Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft.
Die Anfang 2003 begonnene Informations- und Aufklärungskampagne wird dessen ungeachtet fortgesetzt, vor allem mit sogenannten "Instant Messages". In diesen Pop-ups werden österreichische Filesharer direkt angesprochen und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie geltendes Urheberrecht verletzen. Im November wurde die Marke von 100.000 in Österreich versandten "Instant Messges" überschritten.
|