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Studie: Outsourcing als Weg zu mehr Know-how
23. November 2004 - 08:27 Uhr

Unterhaching - Bislang hatten Unternehmen, die Outsourcing in Betracht zogen, vor allem ein Ziel: Sie wollten auf diesem Wege Kosten einsparen. Doch das reicht nun nicht mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Studie des Marktforschungsunternehmens Mercury.

So gaben 64 Prozent der Befragten an, dass im Bereich des IT Managements derzeit die Qualitätssicherung der IT für sie die größte Herausforderung ist. In Deutschland sind es sogar 84 Prozent der IT-Verantwortlichen. Vor allem große Konzerne setzen einen ganz klaren Schwerpunkt: Die Unternehmen, die jährlich einen Umsatz über acht Milliarden Dollar einfahren, bezeichnen die Qualitätssicherung zu 45 Prozent als "absolut notwendig", während nur 20 Prozent der kleineren Unternehmen diesem Thema eine entsprechende Bedeutung zugestehen.

Einig waren sich die Unternehmen vor allem in einem Punkt: Outsourcing ist und bleibt ein wichtiges Geschäftsmodell. Laut Gartner wird der Outsourcing-Markt bis 2005 weltweit um 30 Prozent wachsen. Die Erwartungen, die die IT-Verantwortlichen an das Thema knüpfen, sind hoch angesiedelt. So hoffen beispielsweise 40 Prozent der Befragten, dass sich die Qualität der IT durch das Ausgliedern von Unternehmensbereichen innerhalb der nächsten beiden Jahre entscheidend verbessert.

Der Studie zufolge wird dieser Outsourcing-Trend die Entscheider im Unternehmen in den kommenden Jahren zunehmend in die Pflicht nehmen: Sie müssen mehr als bisher den Wert der IT verstehen und abschätzen, um entscheiden zu können, welche Unternehmensbereiche in welchem Umfang ausgegliedert werden können und sollen. Dabei dürfen sie natürlich den Kostenpunkt nicht außer Acht lassen. So verwundert es nicht, dass in einigen Ländern - vor allem in Europa (50 Prozent) - der Faktor "Kostenreduzierung" weiterhin ganz oben auf der Erwartungsliste steht.

Spitzenreiter hier ist Deutschland: Stolze 80 Prozent der IT-Verantwortlichen sehen den Hauptzweck des Outsourcing nach wie vor darin, ihrem Unternehmen weitere Ausgaben zu ersparen. Doch im weltweiten Ergebnis ist der Kostenfaktor bereits von Platz eins der Rangliste verdrängt worden. So tritt der Wunsch in den Vordergrund, durch das Outsourcing Zugriff auf unternehmensexternes Spezialisten-Know-how zu erlangen (48 Prozent). Die Reduzierung der IT-Kosten rangiert mit 44 Prozent auf Platz zwei, sehr dicht gefolgt von der Hoffnung auf Qualitätsverbesserung der IT (40 Prozent).



Freitag, 09. Januar 2009







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