Web 2.0 gibt Informationsmanagement in Unternehmen neue Impulse
Aschheim-Dornach - Der Erfolg von Web 2.0-Angeboten hat Unternehmen aufhorchen lassen. Gleichzeitig besteht aber Unsicherheit darüber, inwieweit sich die Prinzipien von Web 2.0 auf das professionelle Informationsmanagement übertragen lassen. Darauf wies der CIM-Spezialist Hyperwave am Montag hin.
"Der Begriff Web 2.0 ist in der medialen Diskussion sicherlich überstrapaziert worden - das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Konzepte und Ideen des Web 2.0 wertvolle Impulse für Unternehmen bereithalten", erklärt Thomas Lederer von Witten, VP Business Development bei Hyperwave. "Durch die Integration von Web 2.0 Prinzipien in das Informationsmanagement kann das vorhandene Wissen zeitnah und vollständig erfasst werden. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg gefördert, wodurch wesentliche Produktivitätsvorteile entstehen können."
Bei herkömmlichen Enterprise Content Management (ECM) Systemen liegt der zentrale Fokus auf den Dokumenten - insbesondere auf Dokumenten am Ende ihres Lebenszyklus. Die Prozesse zur Erstellung und Modifikation von Dokumenten stehen hingegen nicht im Mittelpunkt von ECM, da sie oftmals die Kooperation mehrerer Anwender und die gemeinsame Arbeit an einem Dokument erfordern. Der auf Dokumentenmanagement zentrierte Ansatz kann die dynamische Kollaboration unter Mitarbeitern nicht unterstützen und erschwert zudem die Veröffentlichung von unstrukturiertem Wissen und Informationen. Aus diesem Grund sei die Akzeptanz für viele installierte ECM Systeme gering, heißt es bei Hyperwave.
Andererseits lässt sich das Konzept des Web 2.0 nicht ohne Modifikationen auf die Informationsbereitstellung in Unternehmen übertragen, denn hier wird aus verschiedenen Gründen eine wesentlich größere Kontrolle der veröffentlichten Informationen sowie des Zugriffs benötigt. Mit seiner Collaborative Information Management (CIM)-Plattform überträgt Hyperwave die wesentlichen Erfolgsprinzipien auf das Bussines-Informationsmanagement. Anders als viele ECM Systeme unterstützt die CIM-Plattform jeden Schritt im Lebenszyklus eines Dokuments, von der Erstellung und Freigabe bis zur Änderung und Löschung. Besonderer Fokus liegt dabei auf der einfachen und schnellen Veröffentlichung von Dokumenten.
Durch eine Workflow-Funktion soll die Generierung und Verteilung von Inhalten wesentlich beschleunigt werden, ohne Beeinträchtigungen der Sicherheit. Innerhalb weniger Sekunden können somit publizierte Informationen zudem über das Web-Interface und die Volltextsuche gefunden werden. Ein integriertes Versionsmanagement gewährleistet, dass Anwender die aktuellste Version erhalten und Mitarbeiter immer dasselbe Dokument verwenden. Der Zugang zu den Dokumenten wird dabei über ein Rollen-basiertes Zugriffsrechtemanagement kanalisiert. (dg)