Washington DC (ssi) - Seine Gespräche mit dem vietnamesischen Premierminister Phan Van Khai kann Microsoft-Gründer Bill Gates als Erfolg verbuchen. Denn der ranghöchste Beamte des kommunistischen Landes, der die Vereinigten Staaten seit dem Vietnam-Krieg vor 30 Jahren je bereist hat, hat ihm eine umfassende Bekämpfung der Software-Piraterie zugesichert.
Khai setze seine Unterschrift gleich unter zwei Verträge, mit denen sich Vietnam dazu verpflichtet, in Zusammenarbeit mit Microsoft dem Raub von geistigem Eigentum den Garaus zu machen. Auch wurden lizenzrechtliche Fragen für an Schulen gespendete, Gebraucht-PCs geklärt. Die international agierende Business Software Alliance (BSA) schätzt, dass 92 Prozent der Software, die in Vietnam 2004 genutzt wurde, aus Pirateriebeständen stammen. Damit verfügt Vietnam über die höchste Raubkopie-Rate der Welt.
Microsoft plant nun auch generell, sein Engagement in dem Windows-begeisterten kommunistischen Land zu verstärken. Gates zufolge wurde das vietnamesische Sprachpaket für Windows XP und Office 2003 seit seiner Einführung im März bereits mehr als 18.000 Mal heruntergeladen. Dies wertete der Microsoft-CEO als positives Signal.
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