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Höhere Löhne bei geringerer Arbeitszeit: Der IT-Branche geht es sichtlich besser
23. Juni 2005 - 15:11 Uhr

Düsseldorf / München (dhg) - Den Beschäftigten in der Multimedia- und Online-Branche geht es sichtbar besser als noch vor einem Jahr. Das ist das Ergebnis des BVDW-Gehaltsspiegels 2005/2006, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach sind die Jahresgehälter gestiegen, während die durchschnittliche Arbeitszeit gesunken ist. Auch die Anzahl der Überstunden ist insgesamt geringer als noch im Vorjahr. "Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Branche wieder verstärkt qualifiziertes Personal nachfragt", zeigt sich BVDW-Präsident Arndt Groth insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen.

Das wichtigste Ergebnis des Standardwerks: Die Jahresgehälter sind im vergangenen Jahr moderat, aber spürbar um 2,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitszeit für die Angestellten leicht auf durchschnittlich 41,4 Stunden pro Woche gesunken. Knapp die Hälfte der Angestellten erhält zusätzlich Prämien und Provisionen, das sind etwas mehr als im Vorjahr. Dabei werden in den Unternehmen prinzipiell die höchsten Gehälter gezahlt, in denen mehrere dieser Zusatzleistungen angeboten werden. Offensichtlich sind Marktorientierung und Vertrieb noch wichtiger geworden - wer Aufträge hereinholt, wird auch gut entlohnt. So wurden für alle Positionen im Bereich Marketing und Vertrieb noch einmal höhere Werte angegeben als im Vorjahr. Außer in München und Berlin wird dabei in den Metropolen tendenziell eher unterdurchschnittlich verdient. Grundsätzlich gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher die Gehälter.


Mehr Mitarbeiter

Das lang ersehnte Ende der Talsohle zeigt sich nun auch auf dem Arbeitsmarkt: Hielten sich bei der Zahl der neuen Mitarbeiter in der vorhergehenden Studien Abgänge und Zugänge noch die Waage, so haben die Unternehmen der diesjährigen Studie unter dem Strich neue Mitarbeiter hinzugewonnen. Die Anzahl der Mitarbeiter der Unternehmen ist im Durchschnitt um 6,5 Prozent gestiegen. Auch die Zukunftsaussichten sind nach dem Ergebnis der Erhebung wieder besser: Pro Unternehmen werden derzeit durchschnittlich mehr als zwei neue Mitarbeiter gesucht. Die am meisten gesuchten Mitarbeiter sind Marketingspezialisten. Neben Berufserfahrung ist ein Universitätsabschluss die meistgesuchte Qualifikation. Dabei sind persönliche Kontakte die wichtigste Quelle, um neue Arbeitnehmer oder Arbeitgeber zu finden, gefolgt von Internet-Jobbörsen.



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Freitag, 09. Januar 2009







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