|
|
Operation Fastlink: Weltweiter Schlag gegen Raubkopierer
23.04.2004 15:42 Uhr
München - Die Business Software Alliance (BSA) unterstützte zahlreiche Strafverfolgungsbehörden wie BKA und FBI, die am 21. und 22. April den weltweit bislang größten koordinierten Schlag gegen die organisierte Software-Piraterie-Szene durchführten.
Bei 120 Durchsuchungen in Deutschland und zehn weiteren Ländern wurden dabei über 200 Rechner und Server beschlagnahmt. Es wurden Software-, Games-, Musik- und Film-Raubkopien im Wert von etwa 50 Millionen Euro gefunden.
Im Fokus der aktuellen Ermittlungen sind rund 100 Personen. Die Business Software Alliance (BSA) unterstütze die Untersuchung in Deutschland, Spanien, den USA und Großbritannien.
Zu den Zielen der Ermittlungen gehörten die Piraterieringe "Fairlight", "Kalisto" und "Echelon". Diese sogenannten "warez release groups" sind die Quellen der meisten raubkopierten Güter, die im Internet vertrieben werden.
Die Durchsuchungen waren eine gemeinsame Aktion europäischer und US-amerikanischer Strafverfolgungsbehörden und Urheberverbänden, darunter das Federal Bureau of Investigation (FBI), das Department of Justice (DOJ) der USA, das Bundeskriminalamt (BKA), die spanische Cuerpo Nacional de Policia (CNP), die britischen National High Tech Crime Unit (NHTCU) und die Federation Against Copyright Theft (FACT).
Allein in Großbritannien wurden neben 100 CD-Brennern auch Waffen sowie gefälschte Personaldokumente und Kreditkarten sichergestellt. Weitere Durchsuchungen fanden zudem in Belgien, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Israel, den Niederlanden, Singapur und Schweden statt.
"Wir begrüßen die Aktionen des DOJ, der NHTCU, des BKA und der CNP, die im Geiste weltweiter Zusammenarbeit dazu beigetragen haben, dass eine sehr komplexe Operation erfolgreich durchgeführt wurde. Man hält Internetpiraten oft für harmlos, sie sind im Gegenteil aber sehr erfolgreich darin, die Anonymität des Internets zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen und ihre Waren zu vertreiben. Internetpiraten gefährden den europäischen Wirtschaftsstandort und schaden Verbrauchern und der Softwareindustrie gleichermaßen. Jeder ausgehobene Piratenring bringt Europa den Vorteilen gesenkter Raubkopieraten einen Schritt näher, stärkt seine Wirtschaft, schafft neue Arbeitsplätze und steigert die Steuereinnahmen", erklärt Beth Scott, Vice President der BSA EMEA.
"Die BSA arbeitet hart daran, dass die Verbraucher sich in der neuen digitalen Welt in einer sicheren und gesetzmäßigen Umgebung befinden. Die Internetpiraterie ist ein ernsthaftes Problem, und es bedarf deutlicher rechtlicher Mittel, um sie zu verhindern."
Links:
www.bsa.de |