Früherkennung von Durchblutungsstörungen der Beine
veröffentlicht am 23.03.2008

Mit einem simplen Vergleich des Blutdrucks an Armen und Füßen können Ärzte schon frühzeitig Durchblutungsstörungen erkennen. Die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zeigt eine Arteriosklerose und damit ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall an. Deshalb sollten Hausärzte alle Menschen über 70 Jahre darauf untersuchen, Personen mit erhöhtem Risiko wie Rauchen oder Diabetes sogar schon ab 50 Jahren, betont Kerstin Sander von der Neurologischen Klinik in Bischofswiesen in der «Deutschen Medizinischen Wochenschrift».
Stuttgart - Mit einem simplen Vergleich des Blutdrucks an Armen und Füßen können Ärzte schon frühzeitig Durchblutungsstörungen erkennen. Die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zeigt eine Arteriosklerose und damit ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall an. Deshalb sollten Hausärzte alle Menschen über 70 Jahre darauf untersuchen, Personen mit erhöhtem Risiko wie Rauchen oder Diabetes sogar schon ab 50 Jahren, betont Kerstin Sander von der Neurologischen Klinik in Bischofswiesen in der «Deutschen Medizinischen Wochenschrift».
Die Bestimmung dieses Knöchel-Arm-Index ist für Patienten schmerzlos und vom Arzt einfach vorzunehmen. Der Arzt pumpt am Unterschenkel eine Blutdruckmanschette auf und bestimmt dann mit Hilfe eines kleinen Ultraschallstifts, ab welchem Druck beim Ablassen der Luft das Blut in den Knöchelarterien wieder pulsiert. Diese Untersuchung wiederholt er am anderen Bein und an den Armen. Ist der Blutdruck am Knöchel deutlich niedriger als am Arm, liegt eine pAVK vor. In einem solchen Fall kann schon die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) laut Sander das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich senken.
Wie wichtig die Untersuchung ist, zeigt eine Studie der AOK Bayern, bei der Mediziner bei fast 4.000 Versicherten über 55 Jahren den Knöchel-Arm-Index bestimmten. Bei 19 Prozent von ihnen stellten die Ärzte eine mehr oder weniger fortgeschrittene pAVK fest. Drei von vier dieser Patienten war die Erkrankung vorher nicht bekannt.
(© AP)



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