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Computer-Kriminalität in NRW auf dem Vormarsch!
23.03.2004 15:52 Uhr
Düsseldorf - Die elektronische Kriminalität ist in Nordrhein-Westfalen auf dem Vormarsch. Die Polizei hat vermehrt mit Computerkriminalität - insbesondere dem illegalen Kopieren von CD und DVD aus dem Internet - und dem Betrug mit EC-Karten zu kämpfen, teilte NRW-Innenminister Fritz Behrens am Dienstag mit.
Neben dem Diebstahl hat sich die elektronische Kriminalität zum neuen Massendelikt entwickelt. Das ergibt der Zehn-Jahres-Bericht "Kriminalität im Fokus" des Landeskriminalamtes NRW. "Die Kriminalität hat ein neues Gesicht. Wir haben es hier mit einem grundlegenden Strukturwandel zu tun", erklärte der NRW-Innenminister in Düsseldorf. "Die Ergebnisse beschränken sich nicht allein auf NRW, sondern spiegeln den bundesweiten Trend wieder."
"Der Bericht ist weitaus mehr als ein Blick in den Rückspiegel", sagte Behrens über die Analyse, die erstmals die Entwicklung der Kriminalität in NRW über einen längeren Zeitraum, von 1993 bis 2002, betrachtet. "Er ist auch ein Wegweiser dafür, welchen Aufgaben wir uns in Gegenwart und Zukunft stellen müssen."
Behrens verdeutlichte: "Die Tatgelegenheiten sind heute ganz andere als noch vor zehn Jahren." Als Beispiel nannte er das illegale Kopieren und Brennen von Musik-CD. "Wer begeht denn noch Ladendiebstahl, wenn es auch so einfach geht? Der virtuelle Ladendiebstahl ist heute in Mode."
Dafür stehen heute andere Bereiche im Fokus von Polizei und LKA, die sich vor zwölf Jahren noch niemand vorstellen konnte. Das Ausmaß von Raubkopien aus dem Internet ist kaum zu berechnen, die Dunkelziffern seien immens. Daneben hat sich die Zahl von Betrugsfällen bei EC-Karten im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Der Gesamtschaden betrug 2003 etwa 5 Millionen Euro.
Links:
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