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SCHUFA warnt vor E-Mail-Werbung zu "SCHUFA-freien" Krediten
22. Dezember 2005 - 13:04 Uhr

Berlin - "Betreff: Ihre negative SCHUFA-Auskunft" - seit heute kursieren E-Mails mit dem irreführenden Hinweis auf die SCHUFA als Absender. Dahinter verbirgt sich jedoch ein teurer Service mit zweifelhaftem Nutzen: Für 1,86 Euro pro Minute wird per Fax eine Liste mit Banken und Kreditinstituten angeboten, die angeblich nicht mit der SCHUFA zusammenarbeiten. Damit werden gezielt Verbraucher angesprochen, die sich in einer finanziellen Notlage befinden. Von der Kreditkarte bis zum Konto mit Dispokredit - alles soll damit wieder möglich sein.

Der Nutzen solcher Listen ist allerdings äußerst fraglich: Statt der im Werbetext angepriesenen Geldgeber finden sich dort vielfach Banken, von denen der Interessent keinen Kredit ohne jegliche Überprüfung seiner Bonität zu erwarten hat. Denn ohne entsprechende Kreditwürdigkeit oder Sicherheiten gibt es auch hier keinen Cent.

"Das ist klar rechtswidrig", kommentiert Dr. Wulf Kamlah, Rechtsexperte der SCHUFA, "was dem enttäuschten Kunden bleibt, sind die hohen Kosten für den Abruf der Listen. Leider gibt es immer wieder unseriöse Anbieter, die aus den Problemen verschuldeter Menschen Kapital schlagen wollen. Besonders tückisch ist in diesem Fall die Absenderangeabe 'Ihre SCHUFA Auskunft': Dies weckt bei den Verbrauchern fälschlicherweise den Eindruck die E-Mail stamme von der SCHUFA. Wir prüfen daher rechtliche Schritte."

Im Übrigen: Wer seine Daten bei der SCHUFA einsehen und seine Chancen auf einen Kredit selbst einschätzen möchte, kann seine Eigenauskunft im Internet unter www.meineSCHUFA.de anfordern.



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Freitag, 21. Nov. 2008







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