Wiesbaden - Derzeit sind virenverseuchte E-Mails im Umlauf, die Internet-Nutzern suggerieren, vom Bundeskriminalamt ( BKA) zu stammen. Davor warnte das in Wiesbaden ansässige Amt in der Nacht zum heutigen Dienstag. Die Mails weisen Betreffzeilen wie "Ermittlungsverfahren eingeleitet" oder "Sie besitzen Raubkopien" auf.
"Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, das Herunterladen von Filmen, Software und MP3s ist illegal und somit strafbar. Wir möchten Ihnen hiermit vorab mitteilen, dass Ihr Rechner unter der IP 67.64.230.105 erfasst wurde. Der Inhalt Ihres Rechner wurde als Beweismittel sichergestellt und es wird ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingleitet", schocken die falschen Nachrichten ihre Empfänger.
Abschließend wird mit der Zustellung einer Strafanzeige innerhalb der nächsten Tage gedroht und auf den E-Mail-Anhang verwiesen, der angeblich weitere Informationen zum Sachverhalt enthalte. Doch weit gefehlt: Ersten Erkenntnissen des BKA zufolge verbirgt sich eine Variante des Computerwurms „Sober“ in der angefügten Datei.
Das BKA rät zur sofortigen Löschung der Mails und zum Einsatz von Virenschutz-Software. Auch die USA ist derzeit von einer derartigen Viren-Attacke betroffen. Unterschied: Hier weisen die Mails die US-Bundesbehörde FBI als Absender auf und werfen ihren Empfängern vor, illegale Websites besucht zu haben.
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