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Umfrage: Deutsche wissen nur wenig über Nanotechnologie
22. November 2004 - 17:24 Uhr

Düsseldorf - Die Deutschen wissen nur wenig über Nanotechnologie und sind in ihrer Risikowahrnehmung unentschlossen. Dies ist das Ergebnis einer Repräsentativumfrage, die jetzt im Auftrag der komm.passion group, einer führenden deutschen Kommunikationsagentur, durchgeführt wurde.

Die Kommunikationsberater erwarten, dass nach dem Auftauchen erster Nano-Produkte jetzt mit einer intensiveren Risikodiskussion zu rechnen ist. "Die Weichen dafür, ob Nanotechnologie ein Hoffnungsträger bleibt oder das Schicksal von Kernkraft und Gentechnik erleidet, werden jetzt gestellt", betont Prof. Dr. Joachim Klewes, Chef von komm.passion.

74 Prozent der Deutschen fühlen sich über Nanotechnologie schlecht informiert - viel mehr als bei Gentechnik oder Kernenergie. Bei der Risikowahrnehmung sind viele unentschlossen: Nur jeder Zehnte hält Nanotechnik für riskant, ein Drittel betrachtet sie weder als Risiko noch als Chance. International nehmen die kritischen Stimmen aber zu: Die britische Royal Academy of Science and Engineering äußerte sich zu den Risiken der neuen Technologie unlängst sehr skeptisch. Auch Versicherer sind eher zurückhaltend als euphorisch.

In der Bevölkerung dagegen wird Nanotechnologie heute vor allem von Technikenthusiasten wahrgenommen. Die komm.passion-Studie zeigt, dass gut informierte Befragte auch zu einer positiven Einschätzung der Technik neigen. Im Lichte der Gentechnik-Diskussion warnt Klewes vor Optimismus: "Wir wissen, ein hoher Informationsstand führt nicht automatisch zu einem positiven Urteil - das hängt viel mehr vom Verlauf der öffentlichen Kontroverse ab."

Deshalb befinde sich die Nanotechnologie heute am Scheideweg der öffentlichen Diskussion. "Wie jede unsichtbare Technologie birgt auch die Nano-Welt ein hohes Kommunikationsrisiko. Nur wenn Unternehmen, Staat und Wissenschaft
die Technik künftig mit mehr Kommunikation begleiten, wird die Grundhaltung der Bevölkerung positiv bleiben.".



Donnerstag, 20. Nov. 2008







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