Berlin (djd/nl) - So sehr die deutschen Einzelhändler auch klagen über die neue "Geiz-ist-geil"-Mentalität der Schnäppchen jagenden Bundesbürger - einer Branche geht es von Jahr zu Jahr besser, und das ist der Internethandel.
Auch Weihnachtswünsche werden immer häufiger im Web wahr, fast jeder Internet-Nutzer wird wohl zumindest einen Teil seiner Geschenke per Mausklick bestellen. Eine aktuelle Online-Umfrage der Bengerno-Marktforschung mit über 1400 Teilnehmern ergab, dass jeder fünfte Befragte in diesem Jahr seine Weihnachtsgeschenke sogar überwiegend per Internet einkaufen will! Dazu kommen 13 Prozent, die ihre Präsente mehrheitlich bei Versandhäusern bestellen wollen - auch dies dürfte inzwischen in der Regel online geschehen.
Vom Internet-Boom zu Weihnachten profitieren also neben den Marktführern Amazon und Ebay vor allem die großen Versandhändler wie Otto, Quelle und Neckermann. Die meisten Versender sind mittlerweile mit mehreren eigenen Marken im Online-Geschäft unterwegs. Das "Netz der Netze" ist damit auf dem besten Weg, den traditionellen Kaufhäusern und Fachgeschäften auch zu Weihnachten ernsthaft Konkurrenz zu machen. Der Weihnachtsumsatz per Internet, der nach Schätzungen 2003 schon bei rund 2,5 Milliarden Euro lag, dürfte in diesem Jahr also eine weitere deutliche Steigerung erleben. Vor allem Bücher, CDs, DVDs, Elektronik und Spielzeug werden gerne im Web geordert.
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