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22. September 2007

Kinderwunsch-Behandlung kann teuer werden



Frankfurt - Ungewollte Kinderlosigkeit ist als Krankheit anerkannt, doch die Kassen übernehmen nur einen Teil der Behandlungskosten. So muss ein Paar mit rund 5.000 Euro Selbstbeteiligung rechnen, wenn beide Partner einer Behandlung bedürfen, wie der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, berichtet.

In der Diskussion um die niedrige Geburtenrate in Deutschland ist das Problem unfreiwilliger Kinderlosigkeit allenfalls ein Randthema, obwohl laut Albring in Deutschland rund 1,4 Millionen Frauen und Männer zwischen 25 und 59 Jahren davon betroffen sind. Anspruch auf Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen zur künstlichen Befruchtung besteht für Frauen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben, und endet mit Beginn des 41. Lebensjahres.

Wenn aus ärztlicher Sicht hinreichend Aussicht auf Erfolg besteht, übernehmen die Kassen die Kosten zur Hälfte. Das Paar muss den Angaben zufolge verheiratet sein, und es dürfen ausschließlich Ei- und Samenzelle der Eheleute verwendet werden. Für die Ehemänner beginnt der Anspruch ebenfalls mit dem 25. Geburtstag und endet mit Vollendung des 50. Lebensjahres.

In der Regel wird die Samenübertragung (Insemination) von den Kassen bis zu acht Mal gewährt. Dabei werden potenziell fruchtbare Spermien gezielt in die Gebärmutter eingebracht. Eine In-vitro-Fertilisation (IVF), bei der die Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas erfolgt und später in die Gebärmutter eingesetzt wird, wird bis zu drei Mal bezahlt. Dies gilt ebenso bei der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). Hier wird eine männliche Samenzelle direkt mit einer feinen Nadel in die Eizelle eingebracht, um sie zu befruchten.

«Viele Paare unterschätzen die Abnahme weiblicher Fruchtbarkeit mit zunehmendem Lebensalter», warnt der Frauenarzt. Zwar habe sich die Lebenserwartung in den letzten Jahren deutlich verlängert, aber nicht die Zeitspanne, in der Frauen ein Kind bekommen könnten. Schon ab dem 30. Lebensjahr einer Frau verringere sich die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden.




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