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Montag, der 22. Januar 2007
Französische Areva will deutschen Windrad-Bauer übernehmen





Paris/Hamburg - Der französische Atomenergiekonzern Areva will den deutschen Windrad-Hersteller REpower Systems komplett übernehmen. Der mit einem Anteil von 30 Prozent größte Aktionär der Hamburger Firma veröffentlichte am Montag ein Übernahmeangebot für die restlichen 70 Prozent. Areva, nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Kernenergie, will sich mit dem Zukauf für die wachsende Nachfrage nach Energie ohne den Ausstoß von Treibhausgasen stärken. Die Franzosen bieten 105 Euro pro Aktie und bewerten die deutsche Nummer drei demnach mit 850 Millionen Euro. Die REpower-Aktie schoss an der Frankfurter Börse um bis zu 27 Prozent in die Höhe.

"Wir sind davon überzeugt, mit REpower das richtige Unternehmen gefunden zu haben, um im vielversprechenden Windenergiemarkt mitzuwirken", betonte Areva-Chefin Anne Lauvergeon am Firmensitz in Paris. Das Hamburger Unternehmen habe vor allem bei Windkraftanlagen auf hoher See einen technologischen Vorsprung. Für dessen Ausbau und die Expansion in schnell wachsende Märkte wie die USA, China und Indien wolle Areva den Deutschen finanziell unter die Arme greifen, versprach Lauvergeon. REpower-Chef Fritz Vahrenholt nannte Areva "den richtigen Partner an unserer Seite" und begrüßte die Absicht der Franzosen, in Deutschland ein "weltweites Kompetenzzentrum für Windenergie" zu bauen.


Die Börse jubelt - REpower-Aktie legt deutlich zu

REpower, das im Jahr 2001 aus einem Zusammenschluss kleinerer Firmen entstanden war, erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 740 Mitarbeitern voraussichtlich einen Umsatz von 450 Millionen Euro. Bei Areva, 2001 von der Regierung in Paris aus den Firmen Cogema, Framatome und CEA Industrie geschmiedet, arbeiten rund 58.000 Mitarbeiter. Das Energieunternehmen bilanzierte 2005 einen Umsatz von gut zehn Milliarden Euro.

An der Börse kletterte die REpower-Aktie am Morgen um bis zu 27 Prozent auf 114,11 Euro, bröckelte danach jedoch leicht ab. Damit dürften die lange gebeutelten Aktionäre endlich aufatmen: Die Aktie hat seit ihrem Tief Ende 2004 gut 840 Prozent zugelegt. (dg / afp)



Samstag, 11. Oktober 2008







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