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21. November 2008
Miese Stimmung an weltweiten Aktienmärkten


Frankfurt - Sorgen vor einer langen weltweiten Rezession haben die Kurse an Aktien- und Rohstoffmärkten auf Talfahrt geschickt. Der Deutsche Aktienindex DAX fiel am Donnerstag bis zum Abend um gut 3 Prozent auf 4.220 Punkte. Der MDAX gab 3,5 Prozent auf 4.752 Punkte nach. Auch in Asien, London, Paris, New York und der Schweiz ging es teils deutlich abwärts. Der Ölpreis sackte erstmals seit knapp zwei Jahren unter die Marke von 50 Dollar je Barrel.

Besonders unter Druck standen am deutschen Aktienmarkt Bank-Titel. Das Papier der schwer angeschlagenen Hypo Real Estate sackte etwa 17 Prozent ab, Deutsche Bank verloren rund 8 Prozent.

An der Wall Street gab der Dow Jones Index in den ersten Handelsstunden 1,9 Prozent oder 153 Punkte auf 7.844 Zähler nach. Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium mitgeteilt, dass die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf den höchsten Stand seit 16 Jahren gestiegen sei. Damals kam die US-Wirtschaft gerade aus der Rezession. Experten erwarten, dass sich der Arbeitsmarkt im kommenden Jahr noch schlechter entwickelt.

Das ifo-Weltwirtschaftsklima als wichtiges Stimmungsbarometer fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren. «Insgesamt deuten die erhobenen Daten auf eine globale Rezession hin», erklärte der Chef des Münchner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn.

An den Börsen in Asien waren die Verluste ebenfalls deutlich. In Tokio fiel der Nikkei-Index nach schlechten Daten zur japanischen Exportkonjunktur bis Handelsschluss um 6,9 Prozent. Der Leitindex in Südkorea sackte um 6,7 Prozent ab. Der Hang Seng in Hongkong schloss etwa 4 Prozent niedriger.

Schlimmer als die Rezession in 1930er Jahren

Ein Fass Rohöl kostete am Donnerstag erstmals seit fast zwei Jahren kurzzeitig weniger als 50 Dollar je Fass. Das ist der niedrigste Stand seit Januar 2007. In London war die Nordseeöl Brent sogar für 48,83 Dollar zu haben. Im Juli kostete ein Barrel Öl noch rund 147 Dollar.

Hintergrund des Ausverkaufs sind die schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA. «Viele denken, der Konjunktureinbruch könnte schlimmer ausfallen als die Rezession während der großen Depression in den 1930er Jahren», sagte Analyst Toby Hassall von der Investmentfirma Commodity Warrants Australia in Sydney. Der Preissturz beim Öl führt in den USA nicht zu einem höheren Benzinverbrauch. Nach Zahlen des Verkehrsministeriums sank im September die Zahl der gefahrenen Kilometer.








 
 



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