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21. November 2008
Asthma oft irrtümlich diagnostiziert


Toronto - Asthma wird bei Erwachsenen häufig fälschlich diagnostiziert. Einer kanadischen Studie zufolge lassen sich bis zu 30 Prozent der Diagnosen nicht bestätigen. Dies führt nicht nur dazu, dass die Betroffenen unnötig teure Medikamente mit starken Nebenwirkungen einnehmen. Zudem verschleiere die irrtümliche Diagnose auch die wahre Ursache der Beschwerden, mahnt Shawn Aaron von der Universität Ottawa.

Der Mediziner hatte knapp 500 Patienten untersucht, bei denen Asthma festgestellt worden war. Bei 30 Prozent davon konnte Aaron die Diagnose nicht bestätigen. Zwei Drittel dieser Teilnehmer konnten ihre Asthmamitttel ohne negative Folgen absetzen. Der Arzt erklärt das Resultat im «Canadian Medical Association Journal» damit, dass Hausärzte die Diagnose Asthma oft nur anhand der Symptome stellen, ohne eine Lungenfunktionsprüfung per Spirometrie vorzunehmen. Diese sei jedoch zur Diagnose der Krankheit unbedingt erforderlich, betont Aaron. Da Asthma lebensgefährlich sein könne, warnt der Mediziner Patienten davor, Medikamente eigenmächtig ohne Rücksprache mit einem Arzt abzusetzen.

 








 
 



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