BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer hat vor den Folgen eines Zusammenbruchs des Konkurrenten Opel gewarnt. Ein Kollaps hätte «gravierende Auswirkungen auf die Zulieferindustrie und somit auf die gesamte Branche», sagte Reithofer dem «Münchner Merkur» (Freitagausgabe). Gleichzeitig warnte er aber vor einem Subventionswettlauf.
«Mögliche Hilfen für US-Hersteller bergen grundsätzlich die Gefahr, dass ein Subventionswettlauf zwischen den USA und der EU gestartet wird. Das kann nicht in unserem Interesse sein», sagte der BMW-Chef. «Dennoch begrüßen wir, dass die Bundesregierung die besondere Lage der Automobilindustrie berücksichtigen will.»
Deutschland sollte neue Fahrzeuge für ein Jahr von der Kfz-Steuer zu befreien und 2010 eine CO2-basierte Kfz-Steuer einzuführen. Wenn die Hälfte der Altautos vom Markt genommen würden «und dafür eine Verschrottungsprämie gezahlt würde, wäre uns Automobilherstellern auch ohne direkte Subventionen geholfen», sagte Reithofer.
