Madonna und Guy Ritchie sind geschieden, aber rechtskräftig wird das Urteil erst in sechs Wochen. Im Fall «Ciccone M L versus Ritchie G S» verhängte das Hohe Gericht in London am Freitag ein vorläufiges Urteil, wie dies nach britischem Recht vorgeschrieben ist. Das sogenannte Decree nisi wird nach genau sechs Wochen und einem Tag zum Decree absolute, wenn in der Zwischenzeit keine Einsprüche erfolgen.
Die Poplegende und der Regisseur waren eines von insgesamt 17 Ehepaaren, die am Freitag vom Londoner High Court geschieden wurden. Beide waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend, da dies in Großbritannien nicht nötig ist. Dem Richterspruch zufolge wurde die Ehe wegen «unvernünftigen Verhaltens» Ritchies geschieden. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Der 40 Jahre alte Regisseur und die zehn Jahre ältere Sängerin hatten am 22. Dezember 2000 in Schottland geheiratet. In jüngster Zeit hatten sich die Berichte über Spannungen in der Beziehung gehäuft, im vergangenen Monat wurde schließlich die Scheidung angekündigt.
Angeblich Einigung über Sorgerecht
Wie der Besitzstand des Paares, der auf rund 300 Millionen Pfund (356 Millionen Euro) geschätzt wird, sowie das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder aufgeteilt werden, blieb zunächst unklar. Den größten Teil des Vermögens verdiente Madonna mit ihrer Musik. Den beiden gehören außerdem Immobilien in London, Los Angeles und New York sowie ein Landsitz in England.
Britischen Medienberichten zufolge wurde inzwischen eine Einigung erzielt, wonach Madonna den Löwenanteil des Vermögens behalten würde. Das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn, den acht Jahre alten Rocco, und den dreijährigen Adoptivsohn David Banda aus Malawi wollen sich die beiden demnach teilen. Die Jungen würden künftig die Hälfte der Zeit bei ihrem Vater in Großbritannien und bei ihrer Mutter in Amerika verbringen. Madonnas zwölfjährige Tochter Lourdes aus einer früheren Verbindung solle indessen stets bei ihrer Mutter in den USA leben. Die Zeitungen «Evening Stardard» und «The Times» nannten für diese Berichte keine Quellen.
